Postinetts Teststrecke
Für die Familie

Sommerzeit, Reisezeit, Videozeit. Das private Mallorca-TV wird mit Toshibas Einsteigermodell K40HE zur hochauflösenden Videoshow.

Die Videokamera K40HE kommt mit 40 GB-Festplatte, die im Betrieb recht warm werden kann. Die Bildauflösung beträgt 1280 x 720 Pixel - das ist "Normal-HD" (im Gegensatz zu Full-HD mit 1920 x 1080 Pixel). Das reicht für ambitionierte Videoaufnahmen und aktuelle Flachbildschirme aber absolut aus. Hier kann der Hobbyfilmer Geld sparen.

Die Bedienung über ein zentrales Drück-Drehrad an der Rückseite ist besonders für kleinere (Frauen-)Hände etwas fummelig, und in den üppigen Menüs verliert man leicht die Übersicht. Sehr schön: Nach Aufklappen des Displays ist die Kamera nach wenigen Sekunden einsatzbereit.

Schade: Es gibt keinen Zubehörschuh, auch ein Anschluss für ein externes Mikrofon wäre ratsam. Das wird in der Einstiegsklasse überhaupt viel zu oft eingespart.

Beim Testgerät überzeugte die Bildqualität auf ganzer Linie, vor allem bei Naturlicht, satte Farben guter Kontrast. In dunklen Räumen geht es dagegen schnell bergab. Angenehm: das nur geringe Laufgeräusch bei Betätigung des Motorzooms. Auch Ruckler bei schnellen Schwenks hielten sich in Grenzen.

Manuelle Einstellungen vieler Parameter sind machbar, aber mühselig. Der Normalfilmer sollte sich der Programm-Automatik anvertrauen, die für alle Lebenslagen die besten Einstellungen vorschlägt.

Die Nachwehen des Formatstreits HD-DVD gegen Blu-Ray bekommt der Käufer einer K40HE deutlich zu spüren. Die beigelegte Version der Schnittsoftware Nero Essentials kann HD-Videos nur auf das - beerdigte - HD-DVD-Format brennen. Wer solch einen Player noch hat, kann zugreifen. Wer an einen Blu-Ray-Player denkt, muss zusätzliche Software kaufen. Ein Update ist nicht vorgesehen, bestätigt Toshiba.

Überhaupt ist ein moderner Rechner Pflicht: Eine Testinstallation auf einem PC mit Athlon 64 3500+ brachte trotz 2 GB-Hauptspeicher in der Filmbearbeitung nur verheerend langsame Ergebnisse. Erst ein aktueller Dualcore-PC konnte die enormen Datenmengen erträglich abarbeiten. Diese Kosten sollte man mit einkalkulieren.

Die Datenübertragung per USB funktioniert problemlos. Der Akku hielt im Test erfreulich lange durch, ein ganzer Urlaubstag ohne Steckdose sollte im Normalfall kein Problem sein.

Fazit: Mit einem Straßenpreis um 550 Euro ist die K40HE eine alltagstaugliche HD-Kamera für den Familienfilmer, die Spaß macht. Für Semi-Profis fehlt einiges an Zubehör und Flexibilität. Toshiba sollte zudem schnell über neue Software nachdenken.

postinett@handelsblatt.com

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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