Postinetts Teststrecke
Gut gelotst

Ältere Navis mit veraltetem Kartenmaterial lassen ihre Nutzer häufig im Stich. Bevor man jedoch neue Straßen-CDs kauft, sollte man Preise vergleichen. Die neuen Geräte der Einsteigerklasse, wie das Navigon 1210, sind oft billiger.
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Der Wettbewerb ist knallhart und der Kunde profitiert. Selbst in das günstigste Einsteigergerät packen die Navi-Hersteller heute bereits alles, was sicheres und bequemes Fahren ermöglicht. Das Navigon 1210 ist ein gutes Beispiel.

Die Karte in ihrem alten Navigationsgerät stammt noch aus prähistorischen Zeiten und Sie scheuen ein teures Update? Kein Wunder. Gerade für fest eingebaute Navigationsgeräte im Armaturenbrett verlangen viele Autohersteller heute Preise, die locker in den dreistelligen Bereich gehen. Und dann fährt man immer noch mit Uralt-Technik durch die Gegend. Also: vergessen! Wer keinen dreidimensional bebilderten Opernführer mit angehängter Navigationsfunktion braucht, sondern einfach nur sicher von A nach B will, kann mit einem kompletten Neukauf günstiger fahren als mit einem Karten-Upgrade eines technisch überholten Altgeräts.

In das gerade mal handflächengroße Gehäuse des 1210 hat Navigon bereits einen schnellen Sirf GRF IIIi+-Navigationschip mit InstantFix II eingebaut. Das ist State of the Art auch in Oberklassegeräten. Im Test brauchte das Gerät nur wenige Sekunden, um den Standort zu lokalisieren. Ein echter Komfortgewinn. Mit seinen 375 Mhz kommt der Prozessor mit dem integrierten Windows CE-Betriebssystem spielend zurecht. Routenberechnungen erfolgten sehr zügig, das Kartenmaterial ist fest installiert. Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach – einschalten und losfahren. Das kompakte Leichtgewicht mit seinen 122 Gramm passt unauffällig an jede Windschutzscheibe.

Der Bildschirm ist mit 3,5 Zoll recht klein geraten. Für die Navigation reicht er jedoch völlig aus und der Berührungsbildschirm ist zudem scharf und sehr gut lesbar. Es gibt alle wichtigen Funktionen wie Tag-/Nacht-Modus, 2D/3D-Ansicht und den Navigon-Spur-Assistenten. Lobenswert ist die Integration der Notfallhilfe: Auf Knopfdruck gibt es den genauen Standort und wichtige Adressen in der Umgebung.

Per Bildschirmtastatur werden die Zielkoordinaten eingegeben, Routenplanung mit Zwischenzielen ist möglich. Dank intelligenter Eingabeunterstützung sind Fehlbedienungen wie „BDRLIN“ ausgeschlossen – nur noch die jeweils sinnvollen Buchstabenkombinationen sind wählbar.

Hilfreich vor allem für Fahranfänger ist der Fahrspurassistent, der verwirrenden Autobahnkreuzen ihre Schrecken nimmt. Navigons „Reality View“ – die naturgetreue Fahrbahnansicht bei Ausfahrten und Kreuzen – ist bei der „Light“-Version abgespeckt. Sie zeigt nur Ausfahrten an. Dann hätte man sie auch direkt weglassen können. Verzicht muss zudem beim Verkehrsdienst TMC geübt werden. Er ist nicht an Bord, aber das ist durchaus verschmerzbar, wenn man unterwegs Radio hört.

Fazit: Gute Technik zum fairen Preis – mit um die 130 Euro ein ideales Weihnachtsgeschenk für Fahranfänger oder die Alternative zum Karten-Upgrade des Navigations-Oldies.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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