Postinetts Teststrecke
Handy für die Geiz-ist-geil-Fraktion

Na also, es geht doch. Mit dem Philips 330 ist dem Underdog im Mobiltelefonmarkt ein wirklich netter Coup gelungen: Unauffällige Konzentration aufs Wesentliche, mit 159 Euro (ohne Vertrag) gar nicht mal so teuer und zu allem Überfluss auch noch gut anzuschauen.

Was will man denn mehr? Ein gutes Einsteiger- oder Zweithandy oder angesagtes Erstgerät für die Geiz-ist-geil-Fraktion. Wo steht auch geschrieben, dass ein Handy jedes Jahr zwanzig neue Funktionen braucht und Kaffee kochen können muss?

Der Klapp-Winzling aus Asien bietet genug aktuelle Gimmicks wie polyphone Klingeltöne, um seine(n) Besitzer(in) im Kampf um die tägliche mediale Anerkennung in der Peergroup nicht völlig als Hinterwäldler dastehen zu lassen, verzichtet aber auf Spielereien wie teure und stromfressende Farbdisplays, grobpixelige Kameras oder von Privatnutzern selten gebrauchte Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstellen. Dafür gefällt das 79 Gramm schwere Handy durch pfiffige, hochglanzlackierte Einsätze auf Vorder- und Rückseite, die dem Gerät sogar eine edle Note verleihen.

Die Anrufanzeige auf der Vorderseite blinkt auf Wunsch in drei verschiedenen Farben, um mitzuteilen, wer da Gehör verlangt, iMode lässt grüßen. Die Sprachqualität des Testgeräts war einwandfrei, auch die Verarbeitung des in China gefertigten Modells machte einen guten Eindruck, nichts klappert oder wackelt. Ein verspieltes Element ist noch die Fugenleiste, die rundherum bei Anruf leuchtet.

Mit dem 330er kann man telefonieren, SMS und EMS empfangen und verschicken, WAP nutzen und E-Mails abrufen. Ein einfacher Organiser, Rechner und Wecker sind integriert.

Die E-Mail-Funktion stellt das Highlight des Sparhandys dar. Per E-Mail können auch Bilder im JPG-Format bis zu einer Größe von 7 KB empfangen werden, die dann, als Hintergrundbilder hinterlegt, auf dem gut ablesbaren, aber doch ziemlich kleinen Display anzeigen, wer anruft.

Die angegebene Standby- Zeit ist mit rund 400 Stunden angemessen, die Sprechzeit erreicht knapp 4 Stunden.

Fazit: Zum aktuellen Preis ein gutes Angebot - bei Preisen um 100 Euro wäre es sogar ein echtes Schnäppchen. Die Philips-Menüführung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber das stört nur am Anfang.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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