Postinetts Teststrecke
Im Test: Blackberry-Curve

Der VW Golf der Smartphone-Industrie hat ein komplettes Facelifting erhalten. Mit dem Curve 8900 bringt der E-Mailspezialist Blackberry den Nachfolger seines beliebtesten Modells auf den Markt – leider wieder ohne UMTS.
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Ach, wenn nur VW beim Golf mal so mutig wäre. Das neue „Curve“ von Blackberry hat kaum noch etwas gemeinsam mit dem Vorgänger, äußerlich und innerlich. Das meistverkaufte Business-Smartphone von Rim hat das elegante Look and Feel des großen Bruders „Bold“ bekommen. Dezentes schwarzes Gehäuse mit umlaufender Applikation im Chrom-Finish, das plan eingelassene LCD-Display erinnert im Standby an dunkel getönte Scheiben einer Luxuslimousine, in Aktion überzeugt es mit scharfem Bild in halber VGA-Auflösung (480 x 360 Pixel).

Das Curve liegt prima in der Hand, besser als das breitere Bold. Mit ganzen 14 Millimeter handelt es sich zudem um das dünnste Volltastaturgerät von Rim bislang. Das „iPhone“ von Apple, heute Maß der Dinge im Smartphone-Sektor, kommt auf knapp 12,3 Millimeter. Kein Zweifel: Gegen das Curve 8900, Codename „Javelin“, sieht das Vorgängermodell wie eine freundliche Leihgabe des Museums für prähistorische Telekommunikation aus. Das wird noch für Kollegenneid sorgen.

Die Tastatur wurde leicht verbessert, eignet sich gut zum Ein-Daumenbetrieb, die Steuerkugel („Pearl“) des Testgeräts reagiert straff und punktgenau. Einzug hat die neue Softwareplattform 4.6 gehalten. Das Nutzerinterface kommt mit klaren und kühl gestalteten Icons daher. Der Prozessor hat 512 Megahertz unter der Haube (statt 324), was sich bei Programmausführung und Bildaufbau positiv bemerkbar macht. Richtig mickrig ist dagegen der interne Speicher mit 256 Megabyte, eine Micro-SD-Aufrüstkarte ist Pflicht. Bis zu 8 Gigabyte-Speicher sind machbar.

Größter Kritikpunkt: Rim hat kein UMTS spendiert, das lahme Edge muss wieder reichen. Das reicht gut für mobiles E-Mailen. Wer viel im Web cruisen will, sollte lieber einen Blackberry Bold wählen oder – wenn er kein Blackberry-E-Mail braucht und Microsoft Exchange reicht – ein iPhone, Samsungs Omnia oder ein HTC Touch. Daran ändert auch das W-Lan-Modul des Curve nicht viel.

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