Postinetts Teststrecke: iPod Touch
Der gefährliche Zwilling

Der Touchscreen des iPhones ist da angekommen, wo er hingehört: auf dem iPod. Wenig Texteingaben, aber viel scrollen, zoomen, tippen, auswählen. Ansonsten Musik hören, Videos und Fotos gucken. Mit Sicherheit der coolste Mediaplayer, den es derzeit zu kaufen gibt. Doch fast hätte sich Apple seinen eigenen iPhone-Killer zusammengebaut.

Die erste Begegnung mit dem iPod Touch fand mangels deutscher Testgeräte noch am Tag der Markteinführung in den USA statt, im Apple-Shop in Santa Monica. Das neue iPod-Flaggschiff sieht aus wie das iPhone, ist aber mit nur acht Millimeter Stärke wesentlich dünner. Das Gerät liegt gut in der Hand, der Berührungsbildschirm, der die gesamte Front einnimmt, ist kratzunempflindlich.

Eine physische Tastatur gibt es nicht. Um etwa eine Internetadresse einzugeben, berührt man mit dem Finger die URL-Leiste im Safari-Browser und es erscheint eine virtuelle Tastatur. Was beim iPhone (das stand zum Vergleich daneben) und beim Schreiben langer E-Mails doch nervt, ist hier kein Problem.

Aber die Hauptsache beim iPod ist ja die Musik. Hier macht der Touch richtig Spaß. Ein Fingerwisch über den Bildschirm im "Coverflow"-Modus lässt die Album-Cover vorbeifliegen, ein Click auf das Albumbild bringt die Titel zum Vorschein, ein Tip auf einen Titel startet den Song. Anders als beim iPhone passen auch ohne Adapter alle Fremdkopfhörer mit 3,5 mm Klinke. Die Klangqualität war - soweit im unruhigen Shop beurteilbar - wirklich sehr gut. Lautsprecher fehlen komplett, die Mitfahrenden in der U-Bahn werden es danken.

Die Laufzeit des Akkus soll bei Musikbetrieb und ohne W-Lan gute 22 Stunden betragen. Das wäre super, konnte aber natürlich nicht nachgeprüft werden. Überhaupt hat mich der Security-Mann nach einer Stunde Spielerei mit dem iPod ziemlich merkwürdig angesehen. Ich hatte mich wohl klar als Nicht-Apple-Fan geoutet - die standen nämlich schon alle in der Schlange und haben einfach blind gekauft.

Was fehlt, ist die Luftschnittstelle Bluetooth. Die steht heute generell jedem Gerät mit Fotofunktion gut an und gewinnt auch als Kopfhöreranschluss an Bedeutung. Der vom iPhone bekannte Terminkalender ist zwar vorhanden, es können aber keine neuen Termine erstellt werden. Das geht nur per PC (Mac) mit folgender Synchronisierung. Warum die direkte Eingabe neuer Kontakte am iPod dagegen möglich ist, bleibt das Geheimnis von Steve Jobs.

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