Postinetts Teststrecke
Juzt Reboot: Alles auf Anfang!

Wer sich Ärger mit Viren und defekter Software sparen will, sollte eine kleine Steckkarte in seinen PC einbauen. Diese stellt beim Start den alten Zustand her. Was sich auch immer zwischendurch getan hat, es wird eliminiert. Viren, Trojaner oder defekte Treiber - alles wird gnadenlos entfernt.
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Hilfe! Die Kinder waren wieder am PC. Ein komisches Icon auf dem Desktop verrät unerlaubte Downloadaktivitäten, und die Toolbar im Browser sollte eigentlich genauso wenig da sein wie dieser blöde und mit Spyware verseuchte Client der ominösen Internet-Tauschbörse. Außerdem wurde wohl irgendwie der Grafikkartentreiber "zerschossen". Die bange Frage: Hat sich auch ein Virus eingenistet? Zwei Dinge sind jetzt nötig. Ein klärendes Wort mit dem Nachwuchs und die Wiederherstellung des Rechners.

Wohl dem, der ein sogenanntes "Image", eine Kopie seines jungfräulichen Betriebssystems angefertigt und aufgehoben hat. Er kann es einfach wieder aufspielen. Dann ist der Ursprungszustand schnell wiederhergestellt. Wer das nicht hat, muss allerdings in mühsamer Handarbeit versuchen, alles rückabzuwickeln und zu retten, was zu retten ist.

Juzt Reboot kann einem hier eine Menge dieses Ärgers ersparen. Die unscheinbare PCI-Einsteckkarte überwacht alle Aktivitäten auf dem Systemlaufwerk (meist die Festplatte mit dem Buchstaben "C:") und vergleicht sie mit einem in einem bis zu zwei Gigabyte großen Puffer vorher gesicherten Referenzzustand. Auf Wunsch oder automatisch wird dann beim Neustart der Ursprungszustand wiederhergestellt. Was auch immer sich zwischendurch getan hat, es wird eliminiert. Gleichzeitig wird das BIOS auf Fehler überprüft und auch der Master Boot Record der Festplatte, ein beliebtes Ziel für Rootkit-Viren, unter die Lupe genommen.

Juzt Reboot ist eigentlich für Internetcafes, Schulen, Vereine oder andere Plätze gedacht, an denen sich viele Menschen einen Rechner teilen. Nach jeder Nutzung werden alle Veränderungen wieder beseitigt. Aber auch für den Heimrechner kann das von Nutzen sein. Jeder Trojaner, jeder Virus, defekte Treiber - alles, was sich in der überwachten Partition eingenistet hat - wird gnadenlos entfernt. Selbst versehentlich gelöschte Windows-Systemdateien werden zurückgespielt.

Im Test funktionierte das tatsächlich gut. Vorsätzlich und wahllos gelöschte Systemdateien, deren Fehlen Windows mit Sicherheit ruiniert hätte, wurden ohne Murren wieder hervorgekramt.

Nachteil: Natürlich wird auch all das vernichtet, was man eigentlich behalten will. Neue Programme, Treiber oder neu gespeicherte Bilder oder E-Mails. Daher gibt es einen Auswahlmodus beim Start, so dass gewollte Änderungen übernommen werden. Damit man das nicht bei jeder neuen E-Mail machen muss, empfiehlt der Hersteller, solche Dateiordner auf eine eigene Festplatten-Partition auszulagern - Windows ist auf "C:" und alle Daten auf "D:". Auch die Auslagerungsdatei von Windows sollte auf "D:" gespeichert werden. Das Handbuch erklärt, wie es geht.

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