Postinetts Teststrecke
Multimediatalent mit kleinen Macken

Kurz vor dem offiziellen Deutschlandstart am 2. Dezember kam Microsofts neue Spielekonsole zum Boxenstopp in die Redaktion. Die Xbox360, grün-weißer Weihnachtstraum jedes Videospielers, überzeugte durch ein umfassendes Leistungsspektrum, das sich allerdings nur wirklich nutzen lässt, wenn noch ein Flachfernseher, ein Internet-Anschluss und möglichst ein Windows Media Center PC da sind. Das geht ordentlich ins Geld.

HB DÜSSELDORF. Der Anschluss dauerte nur Minuten, alle nötigen Kabel liegen bei. Der (kabellose) Spielecontroller liegt gut in der Hand. Im Test erfolgte die Bildausgabe über einen Röhrenfernseher (per Scart-Stecker) und per "Component-Video" über ein HD-taugliches LCD-Gerät mit 37-Zoll-Bilddiagonale von Sharp. Klare Aussage: Mit einem normalen TV-Gerät ist die Xbox360 rausgeworfenes Geld. Da reicht auch der Vorgänger.

Auf dem LCD-Schirm mit HD-Auflösung von 720 Linien im "Progressive Modus" ("Vollbilder" im Gegensatz zum klassischen Pal-TV-Modus mit "Halbbildern") dagegen erfreuten scharfe Bilder und teilweise hohe Detailtreue das Auge. Allerdings können die Entwickler offenbar die Leistungsfähigkeit der Box noch nicht wirklich ausnutzen.

Spiele wie "King Kong" von Ubisoft - das leider sogar abstürzte - bieten mit hochauflösenden Videosequenzen und einer dichten Atmosphäre zwar schon etwas Kinofeeling, insgesamt unterscheidet sich die Grafik nicht so deutlich von den bisherigen Konsolen, wie wir uns das erhofft hatten. Das machte auch da Rennspiel "Gotham Racing 3" deutlich, dass zwar gründlich gegenüber der alten Version aufpoliert worden ist, aber keine wirklich neuen Spielideen enthält. Das wird sich - wie bei jeder Konsolengeneration zuvor - allerdings sich noch ändern, sobald die Programmierer gelernt haben, mit den Möglichkeiten der Box zu spielen.

Tadellos der DVD-Modus: Über den Component-Anschluss mit "Progressive-Modus" gelangten die Kinofilme mit 580 Zeilen auf den LCD-Schirm. Die Qualität hält mit jedem DVD-Spieler im mittleren Preissegment locker mit - nur das leise Surren der Lüfter stört etwas.

Problemlos ließen sich Musik-CD auf die Festplatte überspielen, leider jedoch weder digitale Urlaubsfotos oder-videos. Die Kamera findet zwar per USB-Kabel Anschluss, zeigt Fotos aber nur auf dem Schirm, sichert sie jedoch nicht auf die Platte. "Copyright-Gründe" heißt es dazu von Microsoft. Was Microsoft mit dem Copyright meiner Urlaubsbilder zu tun hat, war leider nicht zu erfahren.

Das ist unbefriedigend - oder hat System. Denn jetzt kommt der Media Center-PC ins Spiel. Er speichert Bilder oder TV-Programme auf der Festplatte und gibt sie - über die Box - auf den Fernseher aus. Die Xbox wird zum verlängerten Arm des PC ins Wohnzimmer.

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