Postinetts Teststrecke
Schicker Smartphone-Zwitter

Handyhersteller Nokia rüstet weiter für das Weihnachtsgeschäft auf. Das schicke Nokia C7 ist das zweite Gerät mit dem neuen Betriebssystem Symbian 3 und zielt unverkennbar auf junge und weibliche Kunden. Ein Smartphone-Zwitter, der gut in die neue Zeit passt.
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Schick ist es, das C7. Da gibt es gar nichts zu deuteln. Das handschmeichlerische Gehäuse im Kieselsteinformat mit gerade einmal 117,3 x 56,8 x 10,5 Milimeter Größe ist aus edlem Metall und hochwertigem Glas gefertigt. Es liegt kühl und sicher in der Hand. Die Kamera, die bei der großen Schwester N8 noch massiv aus der Rückseite ragt, schließt hier plan mit der Rückseite ab.

Überhaupt sind alle Schalter, Laut-Leise-Regler oder Kameraauslöser unauffällig integriert und trotzdem gut zu ertasten. Der Berührungsbildschirm in kontrast- und farbstarker AMOLED-Technologie ist kapazitiv, so wie bei der Konkurrenz. Das bedeutet, er wird nur mit den Fingern, nicht mehr mit einem Stift bedient, Bilder oder Webseiten lassen sich mit zwei Fingern bequem vergrößern oder verkleinern.

Mit 3,5 Zoll ist der Bildschirm ordentlich groß, die Auflösung ist mit 640 x 360 Pixeln aber Mittelmaß. Für runde 429 Euro ohne Mobilfunkvertrag gibt es eine 8 Megapixelkamera, die im Test recht gute Aufnahmen auch bei schwachem Licht ermöglichte. Das C7 hat Lagesensor, Kompass, Abstandssensor (schaltet den Bildschirm aus, wenn er ans Ohr geführt wird), Umgebungslichtsensor und eine kostenlose Navigation für Auto und Fußgänger. Der acht GB-Speicher lässt sich per MicroSD-Karte um bis zu 32 GB ausbauen. Verbindung mit dem PC hält ein MicroUSB-Anschluss, der das Gerät auch gleich auflädt.

Das Betriebssystem ist das überarbeitete Symbian 3, das auch das Flaggschiff N8 antreibt. Damit ist das C7, obwohl im klassischen Handyformat aufgemacht, ein vollwertiges Smartphone. Das C7 kommt mit dem neuen Symbian gut zurecht, reagierte im Test flott und präzise auf Eingaben. Der Ovi-Softwarestore war, anders als bei unserem N8-Test, diesmal ordentlich gefüllt, da kommen erst mal keine Entzugserscheinungen auf.

Ab Werk installiert sind ansprechende Integrationen von Facebook und Twitter sowie alle wichtigen E-Mailformen einschließlich Microsoft Outlook. Der Akku hat 1 200 mAh, was für ein Gerät dieser Leistungsklasse Minimum ist. Nokia gibt bis zu 6,5 Std. Videolaufzeit an und ordentliche 9,5 Stunden Sprechzeit. Die Sprachqualität bei Anrufen bezeichneten die Angerufenen durchweg als gut.

Fazit: Sieht aus wie ein Handy, ist aber keins. Das C7 ist ein Smartphone-Zwitter, der gut in die neue Zeit passt.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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