Postinetts Teststrecke: Smart to go: Für die kleine Route zwischendurch

Postinetts Teststrecke: Smart to go
Für die kleine Route zwischendurch

Seit Mitte Februar bietet Nokia einen kostenlosen Routenplaner und Kartenservice für eine Reihe seiner Telefone an. Wir haben uns mal angeschaut, was die Laumeier-Konkurrenz im Vergleich zu den etablierten Softwarepakten zu bieten hat.

Die Software kann von der Webseite www.smart2go.com/de heruntergeladen werden und befindet sich noch im Beta-Stadium, wie es heißt. Das Testgerät Nokia 91 steht zwar noch nicht auf der offiziellen Kompatibilitätsliste, aber das Unternehmen teilte auf Anfrage mit, dass es damit schon getestet sei, also haben wir die DSL-Datenpumpe angeworfen und das Softwarepaket zuerst auf PC geladen und dann auf die Festplatte des N91 geschaufelt. Die Installation verlief problemlos und ein putziger Globus erschien auf dem Bildschirm.

Das Programm fragt, ob Netzzugang und Bluetooth aktiviert werden sollen. Doch dazu später mehr.

Das Kartenmaterial ist in Häppchen aufgeteilt und wird bei Bedarf nachgeladen. Achtung! Extrem-Warnung: Alleine die Karte von Nordrhein-Westfalen ist zum Beispiel über 46 Megabyte groß. Wer beim Provider seines Vertrauens keinen explizieten Datentarif abgeschlossen hat und die Karte "mal eben" über sein Mobiltelefon runterlädt, riskiert je nach Mobilfunkanbieter Kosten von bis zu 870 Euro (in Worten: achthundertsiebzig).

Zum Glück kann der Netzzugang kann aber im Nokia-Programm dauerhaft deaktiviert werden. Das kleine Zusatzprogramm Maploader von der Homepage löst das Problem und holt das Kartenmaterial auf den PC. Von da aus geht es dann auf das Telefon. Die Nutzung von smart2go (oder "Nokia Maps") setzt also schon etwas an Planung voraus. Das N91 mit seiner 4-Gigabyte-großen Festplatte lässt sich so mit Karten satt auffüllen.

Ist ein GPS-Modul angeschlossen, funktioniert die Positionsfindung automatisch. Allerdings gibt es keine echte Navigation mit Sprachausgabe der Richtungsänderungen und keine automatische Neukalkulation der Strecke, wenn man sich verfahren hat. Das ist aufpreispflichtig.

Die Eingabe der Parameter für die Routenberechnung ist noch etwas einfach gestrickt, erfüllt aber ihren Zweck. Die Berechnung kann schon mal deutlich über eine Minute dauern, das hängt natürlich stark vom verwendeteten Telefon ab. Die testweise berechneten Routen erbrachten brauchbare Ergebnisse, die meist mit den parallel eingeholten Vorschlägen eines Navigon TS7000 übereinstimmten.

Fazit: Die puristische Alternative für die kleine Route zwischendurch. Als kostenloses Tool eine gute Orientierungshilfe für den Nahbereich und für kurze bis mittlere Routenberechnungen. Positiv: Optional ohne Netzkosten nutzbar. Negativ: Bislang nur Routenanzeige und Handbuch nur in englisch.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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