Postinetts Teststrecke
Startschuss für das p-Phone

P-Day für Palm-Freunde. Das Pre soll iPhone & Co Paroli bieten. Manches wirkt sehr durchdacht, doch das funktionelle Gerät mit innovativen Ansätzen weist auch einige Mängel auf. Kann der Silicon-Valley-Pioner an die glanzvollen Zeiten von einst wieder anknüpfen?
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Das rundliche Palm Pre liegt gut in der Hand, und die ausfahrbare QWERTZ-Tastatur ermöglicht nach einiger Eingewöhnung zügiges Arbeiten. Doch meist bleibt die Tastatur zu, eine Gestensteuerung per Touchscreen und Sensorleiste (unsichtbar unter dem Schirm) dominiert. Ein Wisch über den Sensor nach links wirkt wie eine "Zurück"-Taste, Programme werden geschlossen, indem sie einfach nach oben aus dem Bildschirm "geworfen" werden.

Offene Programme liegen wie ein Kartenspiel auf dem Bildschirm nebeneinander und werden per Fingerzeig nach vorn geholt. Das ist durchdacht. Schade: Manchmal reagiert das Pre noch zu träge auf Befehlseingaben.

Ein Highlight ist das Kontaktmanagement. Palms WebOS führt Kontakte aus Messenger, Google-Account und Facebook zu einem übersichtlichen Gesamtbild zusammen und zeigt, ob ein Freund gerade online ist oder sein Profil aktualisiert hat - alles im Blick. Manko: Beliebte deutsche Anbieter wie StudiVZ werden nicht berücksichtigt. Mäßig: die Drei-Megapixel-Kamera ohne Videofunktion. Gut dagegen: der integrierte Musikplayer. Dass die angepriesene iTunes-Synchronisation allerdings funktioniert, darauf sollte sich niemand verlassen, Apple will das unterbinden.

Schlecht: Der Speicher (8 GB) ist nicht erweiterbar und der Softwareshop im Web nur mager gefüllt. Gut: Partner O2 bietet das Gerät ohne Netz- oder Sim-Sperre an. Für 480 Euro kann jeder das Pre mitnehmen und Vertrag oder Pre-Paid-Karte seiner Wahl nutzen.

Fazit: Da steckt das Palm-Gen drin. Ein funktionelles Gerät mit innovativen Ansätzen, aber noch einigen Mängeln. Aber: Auch das erste iPhone war noch reichlich fehlerbehaftet. Und nun? Es kommt also nur darauf an, was man langfristig draus macht. Hier ist Palm jetzt gefordert.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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