Postinetts Teststrecke
Surfen auf dem Balkon

Die Sommerabende sind lau, und der Internet-Chat mit Freunden könnte doch auch auf dem Balkon stattfinden, oder?

DÜSSELDORF. Ein kabelloses Heimnetz muss also her. Da kommt der neue Wireless-Router 2804 WBR von SMC gerade richtig. Er ist zentrales Bindeglied eines Netzes, Zugang zum Internet und bietet für rund 200 Euro kabellosen Spaß nach dem neuen 802.11"g"-Standard. Mit theoretischen 54 Mbit/Sek. Übertragungsrate geht es hier deutlich zügiger zu als beim älteren 802.11"b"-Standard mit 11 Mbit.

Der Webzugang war (ohne Hardware-Installation) unter Windows XP dank mitgeliefertem Setup-Assistenten in zwei Minuten geschafft. Ein zweiter Desktop schaffte es per SMC-PCI-Adapter ebenso problemlos ans Web wie ein JVC-Minilaptop MP-XP 7250 mit integrierter Funk- Karte im "b"-Modus (der für den Balkon). Achtung: Ist ein "b"-Gerät mit im Netz, laufen alle Teilnehmer im langsamen Modus.

Dann wird es mühselig. Die Sicherheitseinstellungen müssen per "Advanced Setup" und Web-Browser eingestellt werden. Für Laien ist das schwer zu durchschauen, und das Handbuch hilft nicht wirklich weiter. Wer es dann lieber ganz sein lässt ("Läuft doch prima"), riskiert echte Schwierigkeiten. Das Netz wäre - ohne Passwörter, Zugangskontrolle und Verschlüsselung - ungeschützt allen Angriffen ausgesetzt. Dabei ist gerade die eingebaute, leistungsstarke Firewall ein echter Pluspunkt des SMC-Produkts. Also: Wer es kabellos bequem haben will, muss da durch.

Im Praxistest genügte der maximale Datendurchsatz dann aber leider doch nicht, um Videos in DVD-Qualität und Vollbild ruckelfrei über das Netz zu schicken, obwohl der Router mit maximal über 18 Mbit/Sek. effektiv in der Spitzengruppe des Wettbewerbs liegt. Der Weg zum Multimedianetz ist also noch weit. Musik hören, Bilder oder kleinere Videos kabellos schauen macht aber Mordsspaß.

Der SMC 2804 WBR repräsentiert den Stand der Technik zum fairen Preis. Tipp: Wer das noch nicht braucht, kann zu "b"-Geräten greifen. Hier hat ein kräftiger Preisrutsch eingesetzt. Zum Surfen und Chatten auf dem Balkon reicht das allemal. So oder so gilt aber: Ein Grundkurs in Netz-Sicherheitstechnik ist weiterhin nötig, um gefährliche Überraschungen zu vermeiden.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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