Postinett's Teststrecke
Textsauger mit kleinen Schwächen

Na, Hand aufs Herz: Wir können doch alle perfekt Englisch, oder? Und Spanisch sowieso, ganz zu schweigen von Portugiesisch? Na also.

HB DÜSSELDORF. Für die wenigen unter uns, die das nicht können, gibt es Wörterbücher oder Stiftscanner wie den Superpen von Wizcom Technologies. Der Superpen ist Textscanner und-speicher sowie Wörter- und Adressbuch in einem. Er hat die Form eines Mini-Handstaubsaugers, an dessen Spitze statt Saugkopf ein Scanner installiert ist. Auf Rollen gleitet der über den Text, und das Resultat erscheint in einem monochromen, aber leider unbeleuchteten Display.

Im Wörterbuch-Modus wird der Text Wort für Wort übersetzt, wobei im Test (Englisch-Deutsch) auch Redewendungen gut erkannt wurden. Weitere Wörterbücher, etwa Englisch-Japanisch oder Spanisch-Deutsch gibt es kostenlos dazu (www.wizcomtech.com/super).

Im Notizmodus werden Textpassagen erfasst, mit der Adressfunktion Visitenkarten eingelesen. Der Stift geht dabei Schritt für Schritt nach dem Schema von Microsoft-Outlook vor (Vorname, Name, usw.). Per Kabel oder Infrarot kann dann ein Abgleich mit dem PC-Outlook vorgenommen werden. Im Tabellenmodus wird Feld für Feld in eine Excel-Tabelle gescannt.

In der Praxis müssen aber Abstriche gemacht werden. Der Hersteller verspricht brauchbare Ergebnisse von 6 bis 22 Punkt Schriftgröße. Bei eng und klein beschrifteten Visitenkarten waren die Ergebnisse allerdings ziemlich ernüchternd.

Korrekturen müssen später am PC oder umständlich per beiliegender Schriftlesekarte ausgeführt werden. Auch bei Umlauten schwächelt der Scanner manchmal. Bei normalen Vorlagen (Büchern, maschinengeschriebenen Schriftstücken) ist die Erkennungsrate aber sehr hoch.

Der Stift eignet sich durchaus für Geschäftsleute, die unterwegs schnell mal Textpassagen, eine Speisekarte oder ein paar Zeilen eines Vertrags übersetzen, speichern oder in den PC übertragen und dann vielleicht per Internet verschicken wollen. Die Technik ist ausgereifter geworden, die Preise sind gesunken, aber Wunder darf man nicht erwarten. Die Sprachausgabe quäkt zudem, und die Software für die PC-Verbindung könnte eine Überarbeitung vertragen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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