Postinetts Teststrecke
Web-Ticket to go

Schon wieder 15 Euro im Hotel für ein paar Stunden Surfen im Internet bezahlt? Das gibt es mit privaten Tageseintrittskarten für das mobile Web günstiger. Diese Prepaid-Tagestarife mit preisgünstigen USB-Surfstick kennen weder Grundgebühren noch Mindesumsätze. Trotzdem gibt es einiges zu beachten.
  • 0

Ein echtes Ärgernis für Businessreisende: Hotelzimmer ohne Internetzugang. Jeder muss heute mobil arbeitsfähig und vielleicht sogar per Web-Konferenz erreichbar sein. So mancher Hotelier sieht hier ein lukratives Zusatzgeschäft und berechnet für den Web-Zugang locker bis zu 20 Euro pro Tag. Faustregel: Je teuer das Hotel, umso teurer die Bits and Bytes. Erstaunlich, aber wahr.

Wer dauernd auf Reisen ist, ist mit einer Datenflatrate für den Laptop prima bedient. Die gibt es zwischen 20 und 40 Euro im Monat. Aber Gelgenheitsreisende zahlen da schnell drauf. Für ein paar Tage im Hotel binden sie sich unnötig an langlaufende Verträge. Die Lösung sind Prepaid-Tagestarife mit preisgünstigem USB-Surfstick. Sie kennen weder Grundgebühren noch Mindestumsätze. Doch es gibt einiges zu beachten.

Das beginnt bei der Abrechnungsdauer. T-Mobile bietet seine Xtra Web?n?Walk Dayflat beispielsweise für 4,95 Euro an, Fonic (O2) seine Tagesflatrate für 2,50 Euro. Vodafone gewährt Websessions für 24-Stunden für 4,95 Euro. Allerdings: Der Abrechnungstag beginnt bei T-Mobile und Fonic mit dem Einloggen und endet um 24 Uhr. Vodafone berechnet echte 24-Stunden ab Einloggen.

Das kann ganz praktische Auswirkungen haben. Typisches Nutzerszenario: Nach Ankunft im Hotel am Nachmittag und am nächsten Morgen vor der Arbeit E-Mails abrufen und ein wenig im Web surfen. Bei Fonic werden dafür fünf Euro fällig und bei T-Mobile 9,90 Euro. Vodafone berechnet dagegen nur 4,95 Euro, wenn nicht mehr als 24 Stunden dazwischen liegen.

So richtig die Surf-Sau rauslassen kann man mit den Tagespauschalen ohnehin nicht, alle haben Download-Limits. Fonic etwa gewährt 1 GB Daten pro 24 Stunden, danach wird der Surfer auf die GPRS-Standspur rübergewunken. Also E-Mails checken und ausgiebiges Websurfen, ja. Aber Softwareupdates laden oder stundenlanges Web-Video gucken wird schwierig. Aber das Pseudo-Flat-Unwesen greift ohnehin immer weiter um sich. In einem Stuttgarter Hotel habe ich jüngst eine "DSL-Tagesflat" gekauft, die sich in Realität dann als Volumentarif von 350 MB herausstellte.

Seite 1:

Web-Ticket to go

Seite 2:

Kommentare zu " Postinetts Teststrecke: Web-Ticket to go"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%