Postinetts Teststrecke

Zigarettenschachtel fürs Auge

Urlaubszeit ist Videozeit, und aus klobigen VHS-Kameras sind längst Aufnahmeprofis mit HD-Technik im Zigarettenschachtel-Format geworden. Wir haben uns die jüngsten Pocket-Rekorder von Kodak und von Creative angeschaut. Größter Schwachpunkt bei beiden Geräten ist der Ton.
Kommentieren
Flip - Die Mutter aller spaßigen Westentaschenrekorder aus Amerika. In Deutschland sind die Flip-Modelle leider nicht erhältlich. Zum Glück gibt es Alternativen. Quelle: Reuters

Flip - Die Mutter aller spaßigen Westentaschenrekorder aus Amerika. In Deutschland sind die Flip-Modelle leider nicht erhältlich. Zum Glück gibt es Alternativen.

(Foto: Reuters)

Die Mutter aller spaßigen Westentaschenrekorder aus Amerika heißt „Flip“. Sie hat die Generation der weboptimierten Kameras über Nacht bekanntgemacht. Das Problem dabei: In Deutschland sind die Flip-Modelle nicht erhältlich. Also heißt es, eine gute Alternative suchen. Und die gibt es.

Kodak hat sich mit der Zi6 für den Frühling gerüstet. Herausragend ist der große und kontraststarke 2,4-Zoll-Bildschirm und Batteriebetrieb. Zwei wieder aufladbare Akkus im Format AA und Ladegerät werden mitgeliefert, aber zur Not halten auch zwei Batterien aus dem Strandkiosk den Zi6 unter Strom. Dann geht der Videospaß auch weiter, wenn die Party am schönsten und die nächste Steckdose weit weg ist. Der kompakte Creative Vado HD kommt mit 2-Zoll-Bildschirm und integriertem, aber durch den Anwender auswechselbarem Akku, der über den USB-Anschluss des Laptops oder mit zusätzlichem USB-Steckernetzteil geladen werden muss.

Schön: Die USB-Stecker sind in den Geräten integriert, Extra-Kabel für den Anschluss an den PC nicht erforderlich. Die Aufnahmebereitschaft ist nach Sekunden hergestellt und die Bedienung ist simpel genug, um keinen der angehenden Mini-Spielbergs zu überfordern. – Allerdings auch deshalb, weil es nichts einzustellen gibt: aufnehmen, abspielen, löschen – das war’s.

Die ungeschützten Glasobjektive sind erwartungsgemäß einfache Fixfokus-Linsen mit ein wenig Digitalzoom. Kodak hat zusätzlich einen Nahaufnahme-Modus spendiert, der per Schalter aktiviert wird. Der Zi6 hat intern nur einen Alibi-Speicher für wenige Sekunden Film, zum Pflichtprogramm gehört der Kauf einer Hochgeschwindigkeits-SD-Karte. Dann sind bis zu 32 GB-Speicherausbau für stundenlanges Filmen möglich. Creative liefert acht Gigabyte Flashspeicher mit, der nicht erweiterbar ist. Das ist nicht überragend und reicht für maximal zwei Stunden, bevor die Tagesausbeute an PC oder Laptop weitergereicht werden muss.

Beide Geräte beherrschen als höchste Qualitätsstufe das Aufnahmeformat 720 p, das sind 720 horizontale Linien auf einem Flachbildschirm. Zum Vergleich: Unser altes Pal-TV-Bild hat 576 Linien. Das „p“ steht für progressiv. Ein Bild wird nicht mehr aus zwei Halbbildern aufgebaut, wie bei den alten Pal-Röhrengeräten. Das vermindert das Flimmern.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Postinetts Teststrecke: Zigarettenschachtel fürs Auge"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%