Präsentationen
Oxford Papershow: It´s Showtime!

Morgens halb zehn in Deutschland, der Horror beginnt: Wild irrlichtern fahrige Leuchtzeiger kaum erkennbar über Powerpoint-Folien. Es ist Meetingtime. Schnell haben selbst die Gutwilligen den Überblick verloren. Abhilfe verspricht "Oxford Papershow".
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Immer das Gleiche: Längst haben im Stakkato der Erklärungen auch die Gutwilligsten jede Orientierung verloren. Ihr Stoßgebet: Hoffentlich gibt's Ausdrucke. Einziger Trost: Es hätte schlimmer kommen können. Am Flipchart - Gnade Gott! - hätte man noch selber nach vorn treten und etwas beisteuern müssen. Und hinterher muss alles abgeschrieben werden.

Das soll ein Ende haben. "Oxford Papershow" besteht aus USB-Stick, Kamerastift und einem mit einem speziellen Muster versehenen Papier. Am rechten Rand hat jedes Blatt eine Symbolleiste zur Steuerung von PC oder Laptop. Damit lassen sich Funktionen wie Linienstärke, Textfarbe, Muster oder Befehle wie vor- und zurückblättern ausführen.

Papershow hilft, vorgefertigte Präsentationen lebendiger zu gestalten und mit Bemerkungen zu versehen, aber auch Live-Präsentationen gemeinsam zu erarbeiten und auf Leinwand oder Computer der Teilnehmer zu projizieren. Die Ergebnisse werden als Dateien gesichert, gedruckt oder später per E-Mail versendet.

Das Programm startet vom USB-Stick und hinterlässt auf Gastcomputern keine Spuren. Das ist wichtig für Präsentationen bei Kunden auf deren PC. Nervig: Bei der ersten Installation muss ein Internetanschluss verfügbar sein, um Sprachdateien zu installieren. Das funktioniert auch mit CD, die Software unterstützt jedoch nur Windows XP (SP 2) und Vista. Der Import von Powerpoint funktionierte zuverlässig, ist aber etwas aufwendig. In der Praxis ist das Arbeiten intuitiv und spricht Menschen an, die sich mit dem Thema und nicht der Technik beschäftigen wollen. Powerpoints lassen sich auf speziellem Präsentationspapier ausdrucken, so dass jeder Teilnehmer eine Kopie vor sich hat. Dann wird nur der Stift herumgereicht, um Ideen und Kommentare anzufügen. Etwas störend: Funktionen wie "Seite löschen" werden auf Papier angestoßen, müssen aber mit Mausklick bestätigt werden.

Fazit: Interessant für Vielpräsentierer, die ihr Publikum einbeziehen wollen, und für Meetings, bei denen Ergebnisse festgehalten werden sollen. Das Startset kostet rund 150 Euro, ein Block mit Spezialpapier allerdings schon zwölf Euro - bei 48 Blatt. Powerpoint-Papier kostet 18 Euro bei 200 Blatt.

Infos: www.papershow.com

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

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