Preis für Anrufe vom Festnetz aufs Handy soll sinken
Front gegen deutsche Mobilfunker wächst

Festnetzbetreiber erhöhen den Druck auf Mobilfunkgesellschaften: Diese sollen ihre Gebühren, die sie für das Weiterleiten von Gesprächen vom Festnetz auf das Handy verlangen, senken.

slo DÜSSELDORF. Das fordern 30 Unternehmen, darunter MCI Worldcom, Tiscali und Freenet, in einem gemeinsamen Appell an Politiker und die Telekom-Regulierungsbehörde.

Zum Schaden von Wettbewerb und Verbrauchern werde hier eine Monopolsituation ausgenutzt, heißt es in dem Papier. Mit den Entgelten, die Festnetzbetreiber für die Zustellung von Anrufen auf Handys zahlen müssten, subventionierten die Mobilfunkbetreiber eigene Tarife.

Besonders deutlich wird dies nach Ansicht vieler Festnetzbetreiber bei E-Plus. Die Mobilfunkgesellschaft bietet einen Tarif, bei dem Kunden drei Cent pro Minute bei Anrufen vom Handy ins Festnetz zahlen. Bei Gesprächen in umgekehrte Richtung, stelle E-Plus dem Festnetzbetreiber das Sechsfache in Rechnung.

Der Streit über diese so genannten Terminierungsentgelte schwelt seit mehr als zwei Jahren. Auf Betreiben der EU haben bereits die Regulierer in den Niederlanden und in Großbritannien den dortigen Mobilfunkern vorgeschrieben, die strittigen Gebühren abzusenken.

In Deutschland sollten die EU-Vorgaben im neuen Telekommunikationsgesetz umgesetzt werden, das wohl im Juli in Kraft tritt. Unternehmen wie MCI und Tiscali kritisieren in dem Appell: Das neue Gesetz stehe im Widerspruch zu den EU- Richtlinien. Die Festnetzanbieter fürchten, dass die Terminierungsentgelte sich nicht verändern.

Matthias Kurth, Chef der deutschen Regulierungsbehörde, hat Anfang des Jahres an die Mobilfunker appelliert, ihre Gebühren freiwillig zu senken.Nach Informationen aus der Branche verhandelt die Deutsche Telekom mit den Mobilfunkbetreibern über eine Absenkung. "Man wird sich bewegen, der Schritt wird aber wohl moderat ausfallen", verlautete aus Kreisen zweier Mobilfunker.

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