Preiskampf im Mobilfunk weiter angeheizt
E-Plus bringt Handy-Flatrate

Deutschlands drittgrößter Mobilfunkanbieter heizt den Preiskampf in der Branche weiter an: E-Plus bringt die erste Flatrate-Marke in Deutschland an den Start. Mit dem neuen Angebot, das lediglich eine Mobilfunkkarte und kein Handy umfasst, richtet sich die KPN-Tochter an Normal- und Vieltelefonierer. Bereits am Vortag hatte Marktführer T-Mobile einen Pauschaltarif angekündigt

HB DÜSSELDORF. Ab 1. August könne der Kunde bei der Flatrate-Marke "Base" für monatlich 25 ? unbegrenzt ins Festnetz und in das E-Plus-Netz telefonieren, teilte der drittgrößte deutsche Mobilfunknetzbetreiber am Donnerstag in Düsseldorf mit. In der monatlichen Gebühr enthalten seien auch Gespräche zwischen Base-Kunden und zu Nutzern der vor gut zwei Monaten gestarteten E-Plus-Billigmarke Simyo sowie Kurzmitteilungen (SMS) an Kunden von Base, E-Plus und Simyo. Beim Telefonieren in andere Mobilfunknetze fielen rund um die Uhr 25 Cent pro Minute an, eine SMS koste 19 Cent.

"Das ist völlig neu", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim. Er erläuterte, der Kunde erhalte bei Base kein Handy, sondern lediglich eine Mobilfunkkarte. Dafür betrage die Vertragslaufzeit nur zwölf Monate. Das Angebot sei über das Internet sowie in E-Plus - und Partner-Shops erhältlich.

"Hier geht es nicht einfach um einen neuen Tarif, hier geht es um den radikalen Bruch mit der Komplexität des Mobilfunks", erklärte Bergheim und betonte weiter, dies sei "die erste echte Flatrate im deutschen Mobilfunkmarkt". Derzeit gebe es in der Branche rund 700 verschiedene Tarife. Die Kunden wollten aber mehr Klarheit. Für das neue Angebot gebe es "ein gewaltiges Potenzial an Kunden", betonte Bergheim. "Base" sei ein Schritt zu mehr Kundenfreundlichkeit.

Anders als die E-Plus-Gesellschaft Simyo, die sich mit ihrem Einheitstarif von 19 Cent und einer vorausbezahlten Karte eher an Wenigtelefonierer richtet, adressiere Base Normal- und Vieltelefonierer und hier auch Geschäftskunden. "76 % aller Vertragskunden geben monatlich mehr als 20 ? aus", bezog sich Bergheim auf eine Studie der Marktforschungsgesellschaft GFK. Hier liege Potenzial für Base, sagte Bergheim, der zugleich ankündigte, dass mit Base bei E-Plus die Neuerungen noch nicht erschöpft seien. "Das ist noch nicht das Ende der Segmentierung, da kommt noch mehr", sagte der E-Plus-Chef, ohne konkreter zu werden.

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