Programmpaket iLife '08
Apples „digital lifestyle“ nimmt Gestalt an

Der Mac wird mit dem Programmpaket iLife '08 regelrecht zum Event-Manager. Die Suite bietet zahlreiche Funktionen zur Verwaltung und Bearbeitung von Fotos, Videos und Musik.

HB FRANKFURT. Vor sechs Jahren hat Steve Jobs den „digital lifestyle“ ausgerufen. Was Apple damals mit den drei Anwendungen iTunes, iMovie und iDVD begann, nimmt jetzt konkretere Gestalt an. Denn neben einem iMac in einem schlanken Aluminium-Gehäuse hat das kalifornische Unternehmen auch eine neue Version des Programmpakets iLife vorgestellt, das bei Apple im Zentrum des „digitalen Lebensstils“ steht.

Neben der kostenlos verfügbaren Musiksoftware iTunes enthält iLife '08 fünf Anwendungen: iPhoto für die Verwaltung digitaler Bilder, iMovie für die persönliche Videothek, GarageBand zum Arrangieren eigener Musik, iWeb für die private Homepage und iDVD zum Erstellen von DVD-Menüs. Das Quintett erfüllt zwar nicht die Ansprüche von professioneller Software, bietet aber eine Vielzahl neuer Funktionen, die den Umgang mit Multimedia-Dateien vereinfachen und interessanter machen.

So wird der Mac mit iPhoto zum Event-Manager: Die Software ordnet die Bilder von der digitalen Kamera oder auf der Festplatte automatisch bestimmten Ereignissen zu, indem sie die Aufnahmedaten auswertet. Im Test brauchte ein iMac rund eine Stunde, um 10 000 Fotos mit hoher Auflösung in die iPhoto-Datenbank aufzunehmen und nach 211 Ereignissen zu sortieren. Jedes Ereignis wird als Fotostapel dargestellt, die oberste Aufnahme dafür kann man selbst bestimmen. Fährt man mit der Maus über einen Ereignis-Stapel, werden alle darin befindlichen Bilder angezeigt. Dies ermöglicht eine weit intuitivere Verwaltung als die starre Einteilung in Ordnern.

Nach der automatischen Anordnung lassen sich Ereignisse auch individuell aufteilen, zusammenlegen oder neu bestimmen. Eine detailliertere Bildverwaltung ist weiter über Schlagwörter möglich, die mit einem Mausklick schnell zugeordnet sind. Die Schlagwörter kann man auch exportieren, so dass sie in anderen Programmen wie Aperture oder Photoshop nicht verloren gehen.

Für die Bildbearbeitung stellt iPhoto Basisfunktionen zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Präsentation der Fotos, etwa in einer Dia-Show. Hierfür gibt es eine Reihe von ansprechenden Effekten, Begleitmusik kann aus der iTunes-Bibliothek ausgewählt werden. Möchte man in eine Dia-Show die pikanteren Aufnahmen von der Freundin am Strand nicht der Oma zeigen, kann man einzelne Fotos auch ausblenden.

Die neuen Funktionen von iPhoto hat Apple auch in sein kostenpflichtiges Web-Angebot .Mac übertragen. Die im Foto festgehaltenen Ereignisse lassen sich in eine Webgalerie einstellen, die eine eigene Mail-Adresse erhält. Freunde können auf diese Weise über E-Mail eigene Fotos zur Web-Galerie beisteuern. Mit direkten Links zu einem Foto-Print-Service von Apple animiert iPhoto die Anwender zur Bestellung von Fotobüchern, Kalendern und Karten.

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