Projekt Kaala
Aus dreckiger Luft wird Druckertinte

Eine indische Erfinderin hat eine verblüffende kleine Maschine gebaut: Das Gerät filtert Ruß aus der Luft und macht daraus Tinte für einen Tintenstrahldrucker.

BerlinAnirudh Sharma, Forscherin am Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat eine verblüffende Maschine entwickelt: Kaala, so der Name des Geräts, zieht über einen Lüfter rußverschmutzte Luft an und macht daraus Tinte.

Nicht nur in ihrer Heimat gehört Luftverschmutzung zum Alltag, deshalb fragte sich Sharma, ob die enthaltenen Schadstoffe wie Ruß nicht einem nützlichen Zweck zugeführt werden könnten. Sie kam auf die Idee, Ruß aus der Luft zu filtern und als Basis für druckfähige Tinte zu nutzen –  wie er schon seit Jahrtausenden in Kajalstiften verwendet wird, der Basis für ihre Inspiration.

In Sharmas Maschine strömt die Luft zunächst über ein negativ geladenes Metallgitter. Die Rußpartikel werden dabei ionisiert und lagern sich an positiv geladenen Kondensatorplatten ab. Der so extrahierte Ruß wird mit Reinigungsalkohol und Öl vermischt, die Mischung schließlich in eine Druckerpatrone vom Typ HP C6602 eingespritzt.

Allerdings mussten die Düsen der Patrone aufgebohrt werden, damit die Tinte genutzt werden konnte. Die gewonnenen Rußpartikel sind nämlich deutlich größer als die Farbpartikel in industriell hergestellten Druckertinten.

Sharma ist bewusst, dass ihre Maschine weder eine Lösung für die Beseitigung der Umweltverschmutzung noch ein ernsthafter Wettbewerber für die bestehenden kommerziellen Tintenanbieter ist. Für sie ist es vor allem eine Entwicklung, die an ihre Zeit in Indien anknüpft.

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