Projekt Vufine
Die etwas andere Datenbrille

Das Startup Vufine will mit seiner Brille eine günstige Alternative zur Google Glass sein. Dem auf eine herkömmliche Brille montierbaren Bildschirm liegt aber ein gänzlich anderes Bedienkonzept zugrunde.
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BerlinMit der Vufine-Brille hat das gleichnamige US-amerikanische Startup aktuell recht großen Erfolg auf Kickstarter: Die angepeilten 50.000 US-Dollar wurden mittlerweile mit über 102.000 US-Dollar weit übertroffen, die Kampagne läuft noch bis zum 22. Juli 2015.

Die Vufine-Brille wird im Unterschied zu den meisten anderen Datenbrillen nicht drahtlos mit einem Smartphone verbunden, sondern über ein flaches HDMI-Kabel. Mit passenden Adaptern lässt sich die Brille demnach an Smartphones und Tablets, aber auch andere Geräte mit HDMI-Ausgang anschließen – etwa eine Kamera.

Die Vufine-Brille wird an herkömmliche Brillen montiert, dank eines Magnetclips lässt sie sich zwischendrin einfach abnehmen. Das Bild wird nicht über ein Prisma in das Sichtfeld des Nutzers projiziert, sondern auf einem 4 x 3 mm kleinen Bildschirm mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln angezeigt.

Die gesamte Konstruktion wirkt deutlich klobiger als die Google Glass, was auch am angeschlossenen Kabel liegt. Das Display lässt sich auch bei der Vufine-Brille kippen und schwenken. Eine eingebaute Kamera hat die Vufine-Brille nicht.

Da Bildschirminhalte einfach per HDMI übertragen werden, hat die Vufine-Brille kein eigenes Betriebssystem. Schließt der Nutzer etwa ein Smartphone an, wird das Bild einfach auf das Display der Brille gespiegelt – als ob das Smartphone an einen Fernseher angeschlossen würde. Da das Bild offenbar nicht weiter optimiert wird, dürften manche Bildschirminhalte schwer zu erkennen sein, etwa Text.

Knapp bemessene Batterielaufzeit

Für bestimmte Einsatzgebiete ist die Vufine-Brille aber durchaus interessant, etwa als Navigationsanzeige bei Radtouren oder als Kontrollmonitor für Videoaufnahmen. Die Batterielaufzeit geben die Macher aktuell allerdings mit nur 90 Minuten an, was für Outdoor-Aktivitäten etwas knapp ist. Und es ist fraglich, wie bequem der nur 22 Gramm leichte Aufsatz noch ist, wenn sowohl ein HDMI-Kabel als auch ein USB-Kabel, das zu einem Akkupack führt, daran hängen.

Aktuell können Interessenten das Projekt ab einem Beitrag von 150 US-Dollar unterstützen, darauf kommen dann noch 20 US-Dollar Versand nach Deutschland. Dafür bekommt der Unterstützer eine schwarze Vufine-Brille, eine Docking-Station, ein HDMI-Kabel, ein USB-Ladekabel und eine Kunststoffbrille.

Dass sich das Projekt mit 50.000 US-Dollar ein relativ niedriges Finanzierungsziel gesteckt hat, liegt laut den Machern daran, dass die Planung für das Produkt bereits vor dem Start der Kampagne abgeschlossen war. Vufine benötigte also nur noch das Geld für die Fertigung.

Kommentare zu " Projekt Vufine: Die etwas andere Datenbrille"

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  • Welcher normal denkende Mensch braucht diesen Mist eigentlich?
    Die Technik hat sowieso schon viel zu viel Platz in unserem Leben eingenommen.
    Bestimmt super für die Augen und das Hirn wenn man permanent einen kleinen Bildschirm direkt vor der Rübe hat.

    Das ist tatsächlich technischer überflüssiger Müll. Die Energie hätte man auch in sinnvolle Projekte stecken können.

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