Safer Internet Day
Bei Smartphones verstärkt auf Datenschutz achten

Ein Viertel der Deutschen surft von unterwegs mit einem Smartphone im Internet – jeder vierte von ihnen hat allerdings große Sicherheitsbedenken. Tatsächlich sind die mobilen Geräte anfälliger, warnen Experten.
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BerlinDatenschutz ist nicht nur beim heimischen Computer wichtig. „Bei Smartphones und Apps sollten Verbraucher so sorgfältig auf ihren Schutz achten wie am PC“, sagte der Präsident des Branchenverbands Bitkom am Dienstag auf einem Kongress mit 250 Experten in Berlin. Anlass war der Safer Internet Day am Dienstag.

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) mahnte auf der gleichen Veranstaltung, auch unterwegs dürfe der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen. Die internetfähigen Mobiltelefone hätten nicht dasselbe Sicherheitsniveau wie stationäre Computer.  „Derzeit würde ich nicht unbedingt von einem Smartphone aus ein Internet-Banking vollziehen“, sagte Aigner.

Vor allem die Hersteller seien in der Pflicht, für mehr Sicherheit und Datenschutz zu sorgen, so die Minister. Unter anderem gehe es ihr dabei um datenschutzfreundliche Voreinstellungen: So müssten beispielsweise die Ortungsdienste standardmäßig ausgestellt sein.

Laut Kempf sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Zehn Millionen Bürger nutzen ihr Smartphone zum Surfen im Web, Tendenz stark steigend. Sehr beliebt seien Apps. „Mehr als 15 Millionen Handybesitzer nutzen Apps, im Schnitt sind 17 Programme pro Gerät installiert“, sagte Kempf.

Wer sich für die Mini-Programme entscheide, sollte beim Download unbedingt auf vertrauenswürdige Quellen achten und Datenschutzerklärungen gründlich lesen, so der Bitkom-Präsident. Allerdings seien derzeit weder Allgemeine Geschäftsbedingungen noch Datenschutzerklärungen so gestaltet, dass der Nutzer sie versteht. „Sie sind formuliert, um rechtlich sicher zu sein“, so Kempf.

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherministeriums sorgt sich jeder vierte Nutzer um die Sicherheit seines Smartphones. 82 Prozent fühlen sich von App-Anbietern nicht ausreichend über die Verwendung ihrer persönlichen Daten informiert. 36 Prozent stört es, dass Smartphones über die aktivierte Ortungsfunktion jederzeit den Aufenthaltsort feststellen können.

Die beliebtesten Funktionen bei Smartphones sind E-Mails lesen und Nachrichten über soziale Netzwerke austauschen. So prüfen 70 Prozent der Männer und 55 Prozent der Frauen täglich oder mehrmals die Woche ihre E-Mails auf dem Handy. 52 Prozent der Männer und 61 Prozent der Frauen tauschen sich in sozialen Netzwerken aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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