Samsung Galaxy S Der iPhone-Killer

Steve, pass auf! Samsungs neuer Sternenkreuzer Galaxy S lehrt Apple locker das Fürchten. Die Ausstattung überzeugt, Fotos oder Videos werden auf dem Galaxy S zum HD-Hochgenuss: Das Android-Lager hat eine neue Referenzklasse. Selbst für Apple-Fans ist das Gerät eine Überlegung wert.
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Mit dem Galaxy S will Samsung Apple das Fürchten lehren. Quelle: ap

Mit dem Galaxy S will Samsung Apple das Fürchten lehren.

(Foto: ap)

Im März wurde Samsungs Galaxy S (GT-I9000) mit den üblichen flotten Sprüchen angekündigt. Jetzt ist es bei uns im Markt und nach zwei galaktischen Testwochen in der Umlaufbahn steht fest: Apple, wir haben ein Problem.

Es ist zwar nicht Liebe auf den ersten Blick. Das schwarze Kunststoffgehäuse mit der umlaufenden Chromapplikatien und den drei Tasten auf der Frontseite macht – zu Unrecht, wie sich herausstellt – einen fast billigen Eindruck. Unterstützt wird der Eindruck durch das geringe Gewicht von gut 118 Gramm bei 9,9 mm Dicke. Kann da überhaupt was Ordentliches drin sein?

Es kann: Der erste Blick auf den brillanten und kontrastscharfen Super-AMOLED-Bildschirm mit Vier-Zoll-Diagonale lässt jeden Zweifel vergessen. Fotos oder Videos auf dem Galaxy S werden zum HD-Hochgenuss. Da kommt Apples iPhone 4 nur mit Mühe heran. Der 1-Ghz-Prozessor mit Grafikeinheit sorgt wie beim iPhone für blitzschnell reagierende Touch-Menüs auf den sieben Startbildschirmen und flotten Programmstart.

Bei der Ausstattung wurde nicht geknausert, alle gängigen Sensoren von GPS über Lagesensor bis zu Annäherungssensor (schaltet den Berührungs-Bildschirm ab, wenn sich das Ohr nähert) sind an Bord. Die Softwareausstattung vereint das komplette Angebot des offenen Android-Marktes von Google mit einem eigenen (kleinen) Samsung App-Shop. So geht das in Ordnung: Wer den Standard bietet, darf auch gerne was Eigenes dazupacken.

Es gibt Internet-Tethering, damit kann das Galaxy als WLAN-Station fürs Web-Browser verwendet werden, einen komfortablen Universal- Texteditor für Nachrichten, SMS, Memos oder Tweets und ein Widget „Daily Briefing“, das lokales Wetter, Aktienkurse, Nachrichten und Termine anzeigt. Leider sind die Anbieter der Dienste nicht frei wählbar. E-Mail-Kommunikation ist Standard der Android-Version 2.1 und funktionierte tadellos. Spaß machte das App „Allshare“, die das Galaxy mit anderen Medien-Abspielern wie TV-Gerät oder Speicherorten wie PCs verbindet. Ein HD-Video wandert dann drahtlos auf den vernetzten Flachbildschirm. Bei einem Vista-PC bereiteten allerdings die Netzwerkeinstellungen von Windows im Test permanent Verbindungs- und Freigabe-Probleme, aber das kennt man ja. Einziges echtes Problem im Test: Der Augmented-Reality-Browser „Layar“, der Kamera-Bilder der Umgebung mit Informationen aus dem Web anreichern soll, verweigerte den Dienst.

Fazit: Zwei Wochen war Samsung Galaxy S im Einsatz gegen das Redaktions-iPhone 4 und HTCs Google Nexus One (ebenfalls mit Android). Das Ergebnis ist klar: Apple muss sich umschauen und das Android-Lager hat eine neue Referenzklasse. Für rund 400 Euro ohne Mobilfunkvertrag ist das Galaxy auf jeden Fall eine Überlegung wert. Selbst für Apple-Fans.

Axel Postinett berichtet für das Handelsblatt über Technik-Trends.

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11 Kommentare zu "Samsung Galaxy S: Der iPhone-Killer"

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  • Das ist sowas von herrlich, wie die APPLE-Fans sich aufregen, wenn etwas anderes einfach mal besser und günstiger ist als das von ihrer Religion hervorgebrachte Produkt.

    ich habe selber lange ein iphone gehabt - bin aufs galaxy umgestiegen. Weil's einfach für weniger geld mehr bietet. Sorry, aber auch wenn ich Apple-Produkte mag, ist das einfach mal so.

    Was mich an Apple allerdings ankotzt: Steve könnte nen Sch***haufen mit Apple-Logo auf die bühne legen - die Fans würden dafür nen 3-Jahresvertrag mit monatlich 90€ Grundgebühr unterschreiben. Das beweist, dass es sich halt eben doch um eine Religion handelt.

  • Und wieder ein iPhone-Killer, schmunzel...
    Durch die bank fällt den Medien einfach kein anderer begriff ein, wenn es um das nächste tolle Non-Apple-Smartphone geht.
    Traurig und einfallslos! Da geht doch mehr, oder?

  • Hallo. Die gesamte Diskussion ist eigentlich überflüssig - letztendlich entscheidet der Geschmack des jeweiligen Nutzers über das Smartphone. ich persönlich würde mir das Samsung nicht kaufen das es mir zuviel Plastik hätte - von den technischen Daten her ist es sicher nicht schlecht. ich denke die Leistung der meisten neueren Smartphones ist auf sehr hohem Niveau, egal ob Apple, Samsung, HTC oder SonyEricsson. Persönlich bin ich seit etwa 4 Monaten besitzer eines HTC Desire und muss sagen, das ich äusserst zufrieden damit bin.

  • Warum bitte soll dieses Ding für Apple-Fans eine Überegung wert sein?
    Natürlich gibt es immer Telefone, die in den tech specs die iPhones hier und da übertrumpfen. Aber das Rundumsorglospaket ist es, was mein iPhone ausmacht. Es funktioniert einfach, der App-Store hat mehr als jeder andere auf der Welt zu bieten, iTunes lässt sich supereasy bedienen und um Netzwerkfreigaben will ich mich überhaupt nicht kümmern. Das lässt man sich eben etwas kosten. Wer nicht will, kauft eben was anderes - soll mich aber bitte nicht belehren, bekehren oder mein Telephon schlechtreden. "iPhone-Killer", das ich nicht lache...

  • Habe ich nicht anders behauptet. Natürlich zahlt man bei einem Vertrag auch noch einen Gerätepreis. Aber den Preis den mein Vorredner eben nannte (800 euro bzw 450) bezogen sich auf Kaufpreise ohne Vertrag ..

  • Sorry, Martin. Völliger Unsinn.

    Man 'kauft' das Gerät so oder so durch einen teuren Vertrag bei dem man mächtig draufzahlt.
    Für den einen oder anderen mit dem nötigen Kleingeld ist es besser sich ein gutes Smartphone von HTC etc zu kaufen wenn er eh einen guten Vertrag (inkl. i Net Flat) hat.
    Da brauch ich den Ramsch Vertrag der Telekom nicht.

    Die Zeiten in denen man ein Handy zum Vertrag quasi umsonst dazu bekommen hat, sind lange vorbei.
    Das wird bei den teuren Geräten jetzt alles per Zuschlag auf die Laufzeitverträge geregelt (wo man im Endeffekt einfach nur am Ende mehr bezahlt hat, als hätte man es von Anfang an gekauft).

  • Natürlich ist es eine Nachmache oder ist irgendwas an dem Gerät, was eine idee von Samsung ist ??
    Das Apple seine Sachen abschottet mag sicherlich für manche ein Nachteil sein. Die Apps kann man wieder runterwerfen, was ist das für ein Argument ? Klar kann man das, das war aber auch nicht das worum es ging ?! Und der Preis, da kann ich nur sagen, dass ich keinen kenne, der sich das Gerät kauft, da es ohne einen Vertrag eh keinen Sinn macht !Und wenn sich wirklich jemand das Gerät kauft und dann noch einen Vertrag macht - selber Schuld ..

  • Nachmache? So ein blödsinn - Stevieboy schottet sein ganzes Zeugs abohne Ende - nicht so Android!!! Und der Screen - tja - von den 30% mehr bildpunkten nimmt das Auge gerade mal 3% wahr - also 30% mehr Stromverbrauch für 3% Nutzen - toll. Und Sensoren: Kompass ud Lagesensor ist definitiv dabei. Die Apps kann man auch wieder runterwerfen, also wo ist das Problem?
    iphone 4 ca. 800-1000,-EUR gegen Samsung Galaxy S = 450EUR...

  • Sorry, aber hat Samsung für diesen Artikel bezahlt ??
    Mal abgesehen von diesem schlechten bericht, der mit einem vermeintlich Positiven Punkt einen schlechten vertuschen will... 400 € für eine Nachmache ? Man nervt das, dass alle jetzt versuchen mit biegen und brechen an das iphone ranzukommen ... Wie wäre es denn mal mit was Revolutionärem ??? Nein, das macht nämlich Apple - und schwupp, machen es alle nach und verkaufen es als "Echte Konkurrenz" ... ich find das schon fast Peinlich

  • Was schreiben Sie denn da? Das iPhone 4 ist dünner (9,3mm), hat ein besseres Display (960x640 bei 326ppi) und hat mehr Sensoren (Helligkeit, Gyroskop, Kompass, Annäherungssensor, Lagesensor) und die Apps die bei dem Samsung mitgeliefert werden, sind für Normalverbraucher zu viel und sind daher bei dem iPhone 4 nachrüstbar anstatt die benutzer mit überflüssigen Sache zu irritieren.

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