Samsung SGH-i600
Smartphone-Flunder im Alltagstest

Der koreanische Handyspezialist Samsung bietet mit seinem neuen Smartphone SGH-i600 Push-Mail mit dezentem Dreiklang, eleganter WLAN-Anbindung und praktischem RSS-Reader. Das Betriebsystem Windows Mobile könnte allerdings smarter sein, so das Ergebnis eines Alltagstests.

HB FRANKFURT. Das SGH-i600 ist etwa so groß wie ein iPod und mit 1,2 Zentimetern erstaunlich flach. Musik und Filme kann es ebenfalls abspielen, außerdem auch telefonieren, fotografieren sowie Webseiten und E-Mails abrufen. Im Unterschied zu den meisten bisherigen Smartphones wendet sich das Samsung-Gerät nicht nur an den betuchten Manager, sondern auch an Privatanwender, die Handy und PDA, also den „Persönlichen Digitalen Assistenten“, in einem Gerät haben wollen.

Das SGH-i600 ist das erste von insgesamt sieben Smartphone-Modellen, die der koreanische Hersteller in diesem Jahr auf den Markt bringen will, alle mit Windows Mobile als Betriebssystem. Während bei den klassischen Handys kaum noch Zuwachsraten erzielt werden, ist die Entwicklung bei den Smartphones noch nicht abgeschlossen. Dort sei „auch im semiprofessionellen und privaten Bereich“ noch eine wachsende Nachfrage festzustellen, sagte Samsung-Manager Norbert Strixner bei der Präsentation des Geräts in München.

Sichtbares Zeichen der neuen Ausrichtung ist eine integrierte 1,3-Megapixel-Kamera mit zweifachem Digitalzoom. Die Auflösung von 1 280 mal 960 Pixel reicht fürs Blog, die nächsten Geräte der Modellreihe sollen eine noch höhere Auflösung bekommen. Fürs Videotelefonieren gibt es eine zweite Kamera auf der Vorderseite.

Der wesentliche Vorteil gegenüber dem Handy besteht aber in der „Push-Mail“: Mit wenigen Handgriffen wird dem Smartphone beigebracht, alle 15 Minuten, stündlich oder einmal am Tag entweder nur die Betreffzeilen, oder gleich die komplette Mail abzuholen. Besonders einfach ist die Einrichtung von gängigen Mail-Accounts mit dem POP3-Standard. Etwas mehr Bastelei ist erforderlich, wenn ein Exchange-Server abgefragt werden muss, der sich in einem VPN-Firmennetz verbirgt. Nach der Einrichtung meldet sich die E-Mail mit einem dezenten Dreiklang.

Hat man nur die Betreffzeilen angefordert, ist das Abrufen einer bestimmten Mail etwas umständlich. Drückt man den mittleren Knopf im zentralen Tastenrad, bietet Windows Mobile an: „Rest dieser Nachricht und Anlagen abrufen“ und zeigt dabei den Datenumfang an. Nach einem Bestätigen kommt dann aber nur der Bescheid: „Die Nachricht und alle Anlagen werden heruntergeladen, wenn Sie das nächste Mal verbunden sind.“ Wer nicht so lange warten will, geht ins Kontextmenü und blättert bis zum neunten Eintrag „Senden/Empfangen“. Erst dann wird die gewünschte Mail heruntergeladen.

Die Entscheidung zwischen Kopfzeilen und komplettem Mail-Abruf wird man je nach Verbindung unterschiedlich treffen. Bei einer Mobilfunkverbindung über GPRS und UMTS - auch der UMTS-Turbo HSDPA wird unterstützt - ist es sinnvoll, sich zunächst nur die Kopfzeilen anzeigen zu lassen. Ist man hingegen im Einzugsbereich des heimischen WLAN-Routers, fallen keine zusätzlichen Kosten für den Download der kompletten Mails an. Die elektronische Post wird auf dem Mail-Server nicht gelöscht, so dass man sie wie gewohnt auch auf dem Computer verwalten kann.

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