Samsungs Smartwatch
„Es ist ein Science-Fiction-Gerät“

Mit markigen Worten hat Samsung seine Smartwatch Galaxy Gear vorgestellt. Dank der Computer-Uhr soll das Smartphone in der Tasche bleiben. Damit kommt der Konzern Apple zuvor.
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BerlinEs war das am schlechtesten gehütete Geheimnis der Technologiebranche: Samsung hat am Mittwoch wie erwartet seine Computeruhr Galaxy Gear vorgestellt. Nutzer können damit Anrufe tätigen, Nachrichten anzeigen und SMS diktieren, wie der Konzern im Vorfeld der Elektronikmesse IFA in Berlin demonstrierte. Im Armband ist eine kleine Kamera für Schnappschüsse eingelassen. Gear funktioniert nur in Verbindung mit dem Smartphone – zunächst ist die Zusammenarbeit auf bestimmte Geräte des südkoreanischen Herstellers beschränkt.

Bei seiner Pressekonferenz präsentierte Samsung außerdem das Galaxy Note 3 – eine neue Generation seines Riesen-Smartphones – sowie den Tablet-Computer Note 10.1. Die Geräte sollen am 25. September in 149 Ländern auf den Markt kommen. Preise für Deutschland nannte Samsung zunächst nicht, in den USA soll die Smartwatch rund 300 Dollar kosten.

Ähnlich wie Smartphones lässt sich die Galaxy Gear mit Anwendungen erweitern, die für den kleinen Bildschirm angepasst sind. Zum Start stehen 70 zur Verfügung - mit diversen Fitness-Apps lassen sich beispielsweise Laufzeit und Strecke messen, das digitale Notizbuch Pocket liest gespeicherte Texte vor.

Das Gerät verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone. Samsung verspricht eine Akkulaufzeit von mehr als 25 Stunden – sollte dieser Wert realistisch sein, würde eine Ladung zumindest für einen ganzen Tag reichen. Das Gehäuse ist aus leichtem Edelstahl und wiegt gut 70 Gramm. Gear ist sechs Farben verfügbar.

Mit der Galaxy Gear heizt Samsung dem Wettbewerb im Markt für Smartwatches an. Bislang verkaufen Sony sowie eine Handvoll Start-ups internetfähige Uhren, am Mittwoch kündigte auch der Chiphersteller Qualcomm ein Gerät namens Toq an. Medienberichten zufolge arbeiten aber sowohl Apple als auch Google an eigenen Geräten. Marktforscher erwarten, dass der Markt in den kommenden Jahren rasant wächst: ABI Research rechnet damit, dass im kommenden Jahr 6,5 bis 8 Millionen Smartwatches verkauft werden, bis 2017 sollen es bereits 100 Millionen sein.

Kommentare zu " Samsungs Smartwatch: „Es ist ein Science-Fiction-Gerät“"

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  • Und als nächstes wird das Smartphone ins Gehirn implantiert und der Restverstand auch noch gelöscht!
    Dann werden wir alle von Rockefeller und seinen Geheimdiensten NSA/CIA ferngesteuert!
    Darauf trink ich!

  • kopieren ist nicht immer schlecht. Das ist auch ein Grund warum wir in Deutschland weder originale noch kopierte Geräte herstellen. Schade. Wieder sind weder als Smartphone Player noch als Smartphone Nr. 2,3,4,5,6 oder etwas. Wir sind NICHTs und wir können uns nur über die Chinesen und Koreaner aufregen, weil die etwas schaffen, was wir nichts ansatzweise schaffen.

  • Wieder mal jemand, der wegen des relativ erschwinglichen Preises, sich als Apple user zeigen will und das ist mit iphone natuerlich auch noch Publikumswirksamer als mit den wirklich ordentlichen Computern von Apple!
    Durch iphone hat Apple viele solcher Moechtegerne als Kunden gewonnen, einfach laecherlich!

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