Schadstoffbelastung
Energiesparlampen gehören in den Sondermüll

Die Verwendung von Energiesparlampen ist nicht in jedem Fall umweltfreundlich. Mit den Leuchtstoffröhren lassen sich zwar bis zu 80 Prozent der Stromkosten für die Beleuchtung senken, aber wenn die Leuchten einfach in den Müll geworfen werden, ist die Schadstoffbelastung für die Umwelt groß.

HB DÜSSELDORF. „Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber, die nicht in den normalen Müll gelangen dürfen“, sagt Eva Leonhardt, Projektleiterin für Kreislaufwirtschaft bei der Deutsche Umwelthilfe (DUH).

Eine Marktstudie der Firma Lightcycle Retourlogistik und Service hat ergeben, dass bislang nur zehn Prozent der Lampen zurück zu den eigens eingerichteten Sammelstellen gelangen. Auf Grund der Untersuchung könne davon ausgegangen werden, dass im Bundesgebiet allein im Jahr 2006 mehrere Hundert Kilogramm Quecksilber unkontrolliert in die Umwelt gelangt sind. Das leicht flüchtige Schwermetall Quecksilber kann zu schweren ökologischen Belastungen führen.

Zwar sei mit dem Elektro-Gesetz seit fast einem Jahr eine verbindliche Vorgabe in Kraft, die zu einer getrennten Sammlung quecksilberhaltiger Lampen verpflichte, doch werde die bisher kaum befolgt, sagt Leonhardt.

DUH und Lightcycle führen nun eine breit angelegte Informationskampagne durch, an der auch die kommunalen Spitzenverbände beteiligt sind. Geplant sind Aktionen und die Bereitstellung von Info-Material, um insbesondere die privaten Haushalte, aber auch kleine und mittlere Unternehmen sowie den Handel von der Notwendigkeit der fachgerechten Entsorgung von Energiesparlampen zu überzeugen. Gleichzeitig wird über die Entsorgungsmöglichkeiten für Gasentladungslampen und deren Verwertung informiert.

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