Scheibs Software-Tipp
In der Welt der Passwortbutler

Es ist nicht leicht, sich mehrere Dutzend Kennwörter zu merken. Spezielle Programme können das Gedächtnis entlasten. Doch es gibt große Unterschiede: Manche Programme kommen einem Sicherheitsrisiko gleich, andere verbessern den Schutz der Daten sogar noch.

Computerbenutzer brauchen ein gutes Gedächtnis: Ständig verlangt der PC nach Passwörtern, die beim Eintippen nur als Sternchen auf dem Bildschirm erscheinen. Richtig anstrengend wird es im Internet: Onlineshops, E-Mail-Dienste, Foren, Blogsysteme, Partnerseiten – alle erwarten eigene Kennungen.

Das Dilemma: Ein einziges Passwort für alle Dienste zu verwenden ist zwar praktisch, aber auch gefährlich. Denn gerät der Code in falsche Hände, sind alle Zugänge gleichermaßen gefährdet. Sicherheitsexperten raten daher, sich für jeden Zweck ein neues Passwort auszudenken. Nur: Wer soll sich die alle merken?

Als Lösung bietet sich Spezial-Software an. Damit lassen sich Kennungen speichern und Webformulare automatisch ausfüllen. Es gibt einige solcher Programme auf dem Markt. Allerdings sind viele recht umständlich und nicht wirklich eine Erleichterung. Manche kommen sogar einem Sicherheitsrisiko gleich, weil die hinterlegten Passwörter unzureichend geschützt sind.

Ein Programm, das angenehm herausragt, ist Password Guard von Sydatec (zonelink.de, 30 Euro). Die Software ist vor einigen Tagen in einer neuen Version erschienen und läuft auf allen Windows-Rechnern. Password Guard ist eine Art Butler, der sich diskret, aber verlässlich um die Zugangsdaten kümmert. Nutzer müssen die nötigen Daten und die Adressen der Webseiten nur einmal hinterlegen. Wer Internetseiten mit Benutzerkennung ansteuert, muss nur ein einziges Master-Passwort eintippen und kann dann durch Mausklick Benutzernamen und Kennwort ins Webformular übernehmen.

Daraus ergeben sich weitere Vorteile: Wer Passwörter nicht mehr selbst eintippen muss, ist nicht darauf angewiesen, dass sie leicht zu merken sind. Password Guard erzeugt auf Wunsch kryptische Passwörter, an denen sich Knackprogramme die Zähne ausbeißen. Sie sind schwer zu lesen, aber da sie automatisch „eingetippt“ werden, spielt das keine Rolle.

Zusätzliche Extras runden den positiven Gesamteindruck ab. So gibt es eine eingebaute Lizenzverwaltung: Hier lassen sich Seriennummern speichern, etwa von online gekaufter Software. Eine gute Idee, denn solche Daten gehen leicht verloren. Darüber hinaus bietet Password Guard noch einen Daten-Shredder, der Dateien sicher von der Festplatte entfernt. Selbst Spezialprogramme können die Daten dann nicht mehr rekonstruieren. Die Benutzeroberfläche ist ansprechend und gut durchdacht.

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