Schiebs Software-Tipp
Bilder-Panorama

Gewöhnliche Fotos zeigen immer nur einen kleinen Ausschnitt. Die Lösung liefert Microsoft mit Photosynth: Das Programm macht aus ganz normalen Bildern beeindruckende 3D-Fotoobjekte. Ideal, um die Webseite aufzuwerten oder Produkte vorzustellen.

DÜSSELDORF. Gewöhnliche Fotos haben einen entscheidenden Nachteil: Sie zeigen immer nur einen kleinen Ausschnitt des Ganzen. Manchmal ist das durchaus erwünscht, manchmal aber auch schade, etwa wenn Gebäude abgelichtet werden sollen. Nur guten Fotografen gelingt es, ein Bauwerk wie den Kölner Dom so einzufangen, dass alles gut zu erkennen ist. Und selbst dann: Die Rückseite, die Ecken, die Details bleiben auf einem Foto zwangsweise unsichtbar.

Microsofts Ingenieure haben eine neue Technik entwickelt, die Fotos eine neue Form von Tiefe verleiht und sich mit nichts vergleichen lässt, was es bisher gegeben hat. Mit wirklich verblüffendem Ergebnis: Microsoft Photosynth macht aus einer Fotoserie im Handumdrehen ein beeindruckendes 3D-Fotoobjekt. Die Fotos werden wie in einem mehrdimensionalen Panoramabild so geschickt aneinander geklebt oder miteinander verzahnt, dass nahezu eine freie Bewegung im Raum möglich wird.

Die sogenannten Photosynths sind Fotos, die man erforschen kann: Der Betrachter kann nicht nur nach Belieben Details heran zoomen, sondern sogar virtuell um Objekte oder Gebäude herum laufen. Gleichzeitig können Details angeklickt werden. Das ist natürlich vor allem bei Architekturaufnahmen interessant.

Unter www.photosynth.net kann sich jeder leicht davon überzeugen, wie viel Spaß das macht. Man kann sich auf der Homepage aber nicht nur vorhandene Projekte anschauen, sondern auch selbst solche Photosynths herstellen. Einfach eine Bilderserie vom gewünschten Objekt machen - je mehr, desto besser - und die Bilder bei Photosynth hochladen, den Rest erledigt Microsofts Foto-Software auf dem Server.

Wer ein Produkt verkaufen möchte, kann mit Photosynth ein 3D-Objekt herstellen und es auf seiner Webseite herzeigen. Besonders gut funktioniert das bei Räumen oder Gebäuden. Auch ein Auto lässt sich als Photosynth sicher eindrucksvoll präsentieren.

Die 3-D-Bilder können allerdings nicht auf dem eigenen PC gespeichert werden, sondern nur auf den Microsoft-Servern. Doch niemand muss seine Besucher auf die Homepage von Microsoft verweisen. Das Photosynth lässt sich mühelos in die eigene Webseite oder den eigenen Blog einbauen: Einfach auf "Embed" klicken und den zur Verfügung gestellten HTML-Code kopieren und auf der Webseite einfügen. Schon erscheint eine Version des 3D-Fotos auf der eigenen Homepage.

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