Schiebs Software-Tipp
Der Pinguin für Anfänger

Die meisten Rechner werden mit dem Betriebssystem Windows ausgeliefert. Doch es gibt Alternativen, etwa die Linux-Version Ubuntu. Das Programm ist kostenlos, eignet sich ideal für Einsteiger und läuft auf jedem Rechner - ein äußerst komfortables Linux, das jede Menge zu bieten hat.

Kostenlos, quelloffen und zuverlässig: Obwohl der Ruf von Linux kaum besser sein könnte, scheuen sich viele Computerbenutzer, das Betriebssystem mit dem Pinguin als Maskottchen einfach mal auszuprobieren. Die Hürden sind halt recht hoch – der unbedarfte User ist schon mit der Frage überfordert, welches Linux er denn nehmen soll.

Stehen von Windows Vista drei Varianten zur Auswahl, hat man bei Linux die Wahl zwischen mehreren Dutzend Paketen. Die meisten Experten raten Einsteigern und Linux-Neulingen zu Ubuntu. Ich auch, denn Ubuntu ist wirklich das ideale Einsteigerpaket. Ein Linux, das äußerst komfortabel ist und gleichzeitig eine Menge zu bieten hat. Schwierigkeiten mit der Hardware sind kaum zu befürchten. Ubuntu ist sehr ausgereift. Rund 40 hauptberufliche Entwickler arbeiten an dem Paket.

Trotzdem gibt es Ubuntu kostenlos, zum Beispiel unter » www.ubuntu.com. Die größte Stärke von Ubuntu ist das gut durchdachte Konzept und das vorbildliche Handling. Das fängt schon bei der Installation an: Ubuntu greift dem Benutzer helfend unter die Arme. Niemand muss sich dazu entschließen, sein bisheriges Betriebssystem von der Festplatte zu verbannen. Wer eine „Live-CD“ mit Ubuntu brennt, kann den Rechner damit starten und die Unix-Software parallel zu Windows (oder anderen Betriebssystemen) auf der Festplatte einrichten.

Nach dem erneuten Einschalten muss sich der frisch gebackene Ubuntu-Benutzer dank Auswahlmenü nur entscheiden, ob er heute lieber mit Windows oder mit Ubuntu arbeiten möchte. Der PC startet dann mit dem jeweils gewählten Betriebssystem.

Wer Ubuntu benutzt, kann aus verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen auswählen, die freundlich und übersichtlich sind. Vieles erinnert an Windows, so dass sich Windows-Benutzer eigentlich mühelos zurechtfinden. Software gibt es auch: Ubuntu ist von Hause aus mit zahllosen nützlichen Programmen ausgestattet, ob nun Office, Browser, Mail oder Fotobearbeitung – alles serienmäßig dabei. Was fehlt, lässt sich mühelos aus dem Internet holen und nachinstallieren.

Viele stellen sich die Frage, ob Linux auf jedem Rechner läuft. In der Tat gab es lange Zeit Probleme, vor allem auf Notebooks mit W-Lan-Adaptern, auch einige Drucker oder exotische Geräte machten Schwierigkeiten. Inzwischen werden fast alle gängigen Geräte unterstützt. Das reduziert den Frust enorm, denn unter Linux einen Gerätetreiber zu installieren, kann auch eingefleischten Experten die Tränen in die Augen treiben.

Die Einfachheit von Ubuntu heißt nicht, dass diese eine Spielzeugvariante von Linux wäre. Auch viele Profis setzen Ubuntu ein – gerade weil es als besonders ausgereift gilt.

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