Schiebs Software-Tipp
Postfiliale am PC

Die Software „Stampit“ der Deutschen Post bietet eine praktische Alternative zur herkömmlichen Briefmarke. Pakete und Briefe lassen sich am eigenen Rechner bequem frankieren. Nutzer können zwischen drei Varianten wählen.

Es gibt Programme, die machen das Leben leichter – aber kaum einer kennt sie. Stampit ist ein gutes Beispiel dafür. Das Programm der Deutschen Post führt ein Schattendasein – dabei ist es clever ausgedacht, komfortabel in der Handhabung und nützlich.

Stampit ist sozusagen die ganz persönliche Postfiliale für zu Hause und Büro. Mit dem Programm lassen sich Briefe und Päckchen frankieren, außerdem Umschläge jeder Art bedrucken sowie Paketzettel beschriften. Alles am eigenen Rechner. Mit Stampit frankierte Pakete werden von der Post sogar um einen Euro günstiger transportiert. Und das nervtötende Anstehen im rappelvollen „Postpoint“ für eine Handvoll Briefmarken entfällt.

Die Idee ist simpel: Anstatt wie gewohnt herkömmliche Briefmarken aufzukleben, startet der Nutzer die Stampit-Software, wählt die passende Frankierung und druckt die Briefmarke mit dem eigenen Drucker aus. Wer denkt, man müsse danach Schere und Prittstift zücken, der irrt: Entweder man druckt die Marke in Form eines Barcodes direkt auf den Umschlag oder man nutzt ein Fensterkuvert und druckt den Code direkt neben das Adressfeld. Die Software hilft nicht nur dabei, sondern vorher auch bei der Auswahl der passenden Frankierung. Zudem bietet sie eine Postleitzahlensuche.

Zugegeben: Der Drucker spuckt keine schmucke Marke aus, die eine berühmte Person oder ein Bauwerk zeigt. Der von Scannern lesbare Barcode – völlig ohne Zacken – lässt Philatelisten sicher aufjaulen. Dafür ist er praktisch – vor allem in kleinen Büros, die sich keine Frankiermaschine leisten wollen. Alles, was man braucht, ist ein PC mit Internetanbindung sowie ein Drucker – und die Bereitschaft, seine Portokasse im voraus aufzufüllen: Es wird ein Portokonto eingerichtet, das sich mit Hilfe der Software aufladen lässt. Die Post zieht den Betrag per Lastschrift vom Konto ein.

Mit der jüngst veröffentlichten neuen Version von Stampit lassen sich auch Päckchen und Pakete frankieren oder Paketaufkleber bedrucken. Stampit enthält zudem ein eigenes Adressbuch, in dem man häufig verwendete Anschriften speichern kann. Die müssen dann nicht jedes Mal neu eingegeben werden. Das Programm führt zudem Buch über alle frankierten Sendungen.

Obwohl die Post Aufwand spart, lässt sie sich das Programm bezahlen: Im günstigsten Fall zahlt man einmalige Einrichtungskosten von drei Euro – bei Stampit Web. Hierbei muss man keine Software installieren, alles wird über die Stampit-Homepage erledigt, der Ausdruck erfolgt über PDF-Dokumente. Das ist geeignet für alle, die nur gelegentlich Briefe und Pakete verschicken.

Stampit Home 2.0 kostet 9,50 Euro und bietet mehr Komfort. Wichtigster Pluspunkt: Die Frankierung lässt sich dank Add-in sogar aus Microsoft Word heraus erledigen – so ist auch ein Seriendruck möglich. Stampit Home 2.0 ist geeignet für Freiberufler und kleinere Firmen. Man darf damit für maximal 50 Euro pro Woche frankieren.

Wer eine umfassendere Lösung sucht, kann bei Stampit Business für 89,50 Euro zugreifen. Die Version lässt sich an mehreren Arbeitsplätzen nutzen und bietet ein höheres Portoaufkommen, Einlieferungslisten und Labeldruck. Das lohnt sich in Büros mit hohem Postaufkommen. Unter www.springhin.de/stampit gibt es eine Übersicht über die Funktionen der einzelnen Versionen. joerg@schieb.de

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