Schiebs Software-Tipp Sicherheitslöcher

Täglich entstehen neue Sicherheitsrisiken. Zumindest im Windows-Betriebssystem können die Sicherheitslücken durch die automatische Update-Funktion behoben werden. Doch nicht nur Betriebssysteme, sondern auch normale Programme besitzen oft Sicherheitslücken. Eine neue Software spürt diese auf und hilft beim Update.
  • Jörg Schieb

HB. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht mindestens ein Dutzend Sicherheitslecks in allen möglichen Programmen entdeckt und veröffentlicht werden. Diese Sicherheitslücken sind nicht einfach nur eine abstrakte Gefahr, die meisten Lücken werden innerhalb kurzer Zeit als Hintertür von Viren, Würmern, Trojanern und Hackern ausgenutzt. Darum ist es wichtig, Sicherheitslücken so schnell wie möglich zu stopfen.

Das macht aber kaum jemand. Denn alle Sicherheitslecks zu stopfen, ist aufwendig und kostet Zeit. Nur gut, dass mittlerweile zumindest Windows über eine recht gute automatische Update-Funktion verfügt. Im Sicherheitscenter von Windows XP und Vista lässt sich das „automatische Update“ aktivieren. Dann werden sicherheitsrelevante Updates automatisch eingespielt und installiert.

Aber nicht nur das Betriebssystem muss regelmäßig aktualisiert werden, sondern auch die vielen anderen installierten Programme. Doch auch das geschieht fast nie. Einmal installiert, wird die Software nicht mehr angefasst. Zwar haben inzwischen viele Softwarehersteller in ihren Programmen ebenfalls eine Update-Funktionen integriert – doch eben nicht alle.

Da sich auf PCs heute schnell an die Hundert Programme tummeln – die teilweise gar nicht mehr oder nur selten genutzt werden – gibt es auf vielen Rechnern einige offene Hintertüren über die sich Schadsoftware einschleichen kann.

Der Sicherheitsspezialist Secunia hat deshalb den „Personal Software Inspector" (PSI) entwickelt. Ist das Programm einmal installiert, untersucht es den Rechner penibel nach Schwachstellen in allen installierten Programmen. Der Inspector kennt über 4 700 Softwareprogramme, darunter alle gängigen Titel. Die Untersuchung selbst kann durchaus einige Minuten dauern. Doch danach präsentiert PSI einen ausführlichen Bericht. Dort kann man nachlesen, welche Programme ein Sicherheitsrisiko sind und was man tun kann. Bei den meisten Programmen bietet PSI sogar gleich den passenden Link an, über den man die Anwendung auf den neuesten Stand bringen kann.

Der „Secunias Personal Software Inspector“ liegt derzeit noch in einer Vorab(Beta)version vor und kann für den Privatgebrauch unter » https://psi.secunia.com auf den PC geladen werden. Das Programm installiert sich direkt in den „Autostart“-Ordner und überprüft dann den Rechner nach jedem Einschalten.

Das kann jedoch nerven – einmal in der Woche würde sicher reichen. Daher sollte man den Eintrag aus dem „Autostart“-Ordner entfernen und das Programm jeweils manuell starten. Die Benutzeroberfläche ist zwar in Englisch, das dürfte jedoch kaum Schwierigkeiten machen.

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