Schiebs Software-Tipp
Visitenkarte im Internet

Das Einrichten einer eigenen Homepage ist leichter, als viele Menschen denken – zumindest mit der richtigen Software. Jörg Schieb zeigt den einfachen und bequemen Weg zur eigenen Website, der „Visitenkarte“ im Netz.

Da ist durchaus was dran. Eine eigene Homepage, und sei sie noch so bescheiden, ist heute wichtiger als ein Eintrag im Telefonbuch. Das gilt besonders für Unternehmer, Handwerker, Kaufleute und Freiberufler.

Doch nicht jeder hat das Budget, um eine Profiagentur mit der Erstellung und Pflege einer schicken Homepage zu beauftragen. Was also tun, wenn man selbst mit HTML, MySQL, PHP und Javascript auf Kriegsfuß steht, aber trotzdem eine Homepage haben möchte, die alles andere als 0815 aussieht, also wie von der Stange?

Ganz einfach: Ein Programm benutzen, das auf die Gestaltung und Pflege von Webseiten spezialisiert ist und einem möglichst viele Aufgaben abnimmt. Ein Content Management System (CMS) muss her. Aber eins, das nicht für große Unternehmen entwickelt wurde, sondern für Computerlaien. Spezialprogramme wie Adobe Golive, Macromedia Dreamweaver, Frontpage oder Nano Webeditor sind zwar hervorragende Produkte, aber eher für den professionellen Webgestalter gedacht. Die zahlreichen Funktionen und Optionen erschlagen jeden Laien. Umgekehrt sind die Baukastensysteme vieler Provider, die das bequeme Zusammenklicken der eigenen Homepage ermöglichen, zwar einfach zu bedienen, die Ergebnisse aber leider äußerst enttäuschend.

Eine gute Alternative ist „Web2date“ von Data Becker. Das rund 170 Euro teure Programm überzeugt durch ein gut durchdachtes Konzept. Dem Benutzer werden alle technischen Fragen abgenommen, er kann sich voll auf die Gestaltung seiner Webseite konzentrieren – und vor allem auf die Inhalte. Dem Programm liegt eine relativ große Auswahl an fertigen Designs bei, die mit einem Mausklick ausgewählt werden können. Sollte ein Design nicht zusagen, lässt es sich jederzeit ändern.

Es ist verblüffend einfach, mit dem Programm Webseiten herzustellen, die einen individuellen Eindruck machen. Die Software führt den Benutzer behutsam durch den Entstehungsprozess. Wer ein eigenes Firmenlogo hat, lädt es hoch - schon erscheint es auf jeder Webseite. Web2date hilft auch beim Organisieren der Website. Selbst wenn man irgendwann mehrere Dutzend Seiten und Unterseiten hat, geht der Überblick nicht verloren.

Die Navigation auf der Webseite erzeugt Web2date automatisch. Wenn in der Vorschau alles gut aussieht, überträgt das Programm alle nötigen Daten auf den eigenen oder gemieteten Server im Web. Die nötigen Daten müssen nur einmal eingetragen werden. Lediglich das Angebot an Fotos, Illustrationen und anderen gestalterischen Elementen, die man auf einer modernen Webseite heute so braucht, erscheint ein bisschen dürftig. Da wurde leider gegeizt. Aber so etwas kann man sich auch anderswo günstig besorgen, lizenzfreie Fotos zum Beispiel gibt es unter » www.springhin.de/fotos.

Das zeigt: Gute Software kommt nicht immer nur aus USA. Auch in Deutschland werden gute Programme gemacht, die sogar bezahlbar sind.

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