Schweden werden zweitgrößter Aktionär
Ericsson will Anteil an Symbian erhöhen

Der schwedische Telekomkonzern Ericsson will seinen Anteil am Handy-Softwarehersteller Symbian erhöhen. Wie eine Ericsson-Sprecherin bestätigte, plant der schwedische Konzern, zusammen mit dem Handy-Joint-Venture Sony Ericsson seinen gegenwärtigen Symbian-Anteil von insgesamt 19 % auf 27,6 % auszubauen. Damit wäre das Unternehmen nach dem finnischen Konkurrenten Nokia zweitgrößter Symbian-Aktionär.

HB/hst STOCKHOLM. Symbian entwickelt Betriebssysteme für Handys mit E-Mail- und Organizer-Funktionen. Bei den Betriebssystemen für diese so genannten Smartphones ist das Unternehmen weltweiter Marktführer vor dem Softwarekonzern Microsoft.

Symbian ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Handyhersteller Nokia, Sony Ericsson, Siemens, Matsushita, Samsung und Panasonic. Im Januar hatte Nokia die Übernahme des 31-prozentigen Anteils von Psion an Symbian angekündigt. Der finnische Handy-Weltmarktführer wäre mit einem Gesamtanteil von 63,3 % damit Symbians mit Abstand größter Aktionär. Das hatte bei einigen Symbian-Teilhabern die Befürchtung ausgelöst, Nokias Dominanz im Handy-Bereich könne durch deren starkes Engagement bei Symbian noch gefestigt werden. Nokia-Chef Jorma Ollila hatte jedoch schon im Januar erklärt, er würde ein stärkeres Engagement der übrigen Symbian-Aktionäre begrüßen.

Nokia bestätigte erneut, man begrüße eine Umschichtung der Anteile. Nach dem Gesellschaftervertrag haben die Symbian-Teilhaber die Möglichkeit, ihre Anteile proportional zu ihrer heutigen Beteiligung weiter zu erhöhen. Von diesem Recht will Ericsson jetzt Gebrauch machen.

Die übrigen Symbian-Aktionäre hatten vergangenen Monat erklärt, sie würden auch über eine Aufstockung ihrer Anteile bei dem Software-Entwickler nachdenken - auch, um Nokias Anteil auf unter 50 % zu drücken. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Die Ericsson-Aktie gab gestern um mehr als 5 %, die von Nokia um fast 4 % nach.

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