Siemens: Kein Durchbruch bei Handys

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Siemens: Kein Durchbruch bei Handys

Der Siemens-Konzern kommt bei seinen Problem- Bereichen nur in kleinen Schritten voran. Noch in dieser Woche werde möglicherweise eine Teillösung für den schwächelnden IT-Dienstleister SBS präsentiert, sagte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld am Dienstagabend in München.

dpa MüNCHEN. Dagegen gebe es beim verlustreichen Handy-Geschäft noch keinen Durchbruch. "Das ist ein wesentliches Thema, um das ich mich auch persönlich kümmere." Die Handy-Sparte sei mit einem Umsatz von fünf Mrd. Euro zwar eine wichtige Baustelle, der Konzern mit seinen 75 Mrd. dürfe aber nicht darauf reduziert werden. "An dem Teil wird das Unternehmen weder gesunden, noch kaputt gehen."

Die neuesten Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner zeigen aber, wie ernst die Lage ist. Im Schlussquartal 2004 brach der Siemens-Weltmarktanteil von 9,5 auf 6,4 Prozent ein, teilte Gartner am Mittwoch mit. Damit fielen die Münchner sogar hinter LG Electronics auf Platz fünf zurück. Im Gesamtjahr sank der Siemens-Marktanteil von 8,4 auf 7,2 Prozent.

Im Schlussquartal 2004, für Siemens ist es das erste Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 (30. September), hatte der Konzern auch auf Grund der Marktanteilsverluste mitten im Branchenboom einen erneuten Verlust von 143 Mill. Euro gemacht. "Wir arbeiten daran", sagte Kleinfeld. Es gebe aber keine Lösung. Alle vier Optionen - Sanierung, Kooperation mit einem Partner, Verkauf und Schließung - seien noch möglich. Konzernvorstand Rudi Lamprecht hatte den Eindruck erweckt, Siemens wolle die Sparte in jedem Fall erst einmal aus eigener Kraft sanieren. "Wir werden eine Lösung finden, die keinen Kunden in der Luft hängen lässt", sagte Kleinfeld. Auch müsse es für eine große Zahl der Beschäftigten eine Zukunft geben.

Kleinfeld hatte auf der Hauptversammlung Ende Januar die Nachfolge Heinrich von Pierers als Vorstandsvorsitzender angetreten. Der Großteil der Geschäftsbereiche laufe hervorragend, betonte er am Rande der Verleihung des Bayerischen Qualitätspreises. Was mit dem IT-Dienstleister SBS passiert, ließ Kleinfeld offen. Dem Vernehmen nach soll aber noch keine Gesamtlösung, sondern ein Schritt im Rahmen der Sanierung präsentiert werden.

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