Smart-Meter Smappee im Test
Den Stromfressern auf der Spur

Kleines Gerät, große Wirkung: Mit dem Energiemonitor Smappee soll jeder sein Zuhause in ein energieeffizientes Smart-Home verwandeln. Die Stromkosten sollen sinken – allerdings ist Smappee selbst ziemlich teuer.

Post vom Stromversorger – das bedeutet für die meisten Deutschen in aller Regel nichts Gutes. Es ist schon fast zum Ritual geworden, dass Energiekonzerne ihren Kunden gegen Jahresende mitteilen: Künftig wird es noch ein bisschen teurer.

Im Frühjahr kommt es für einige dann oft noch schlimmer: Die monatlichen Abschläge für den Elektrizitätsbedarf waren zu gering. Nun steht eine Nachzahlung an. Stetig steigendende Strompreise erschweren dabei jegliche Kalkulation.

Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) haben sich die Stromkosten für Haushalte hierzulande seit Anfang des Jahrtausends mehr als verdoppelt. Jede Kilowattstunde Strom, die heute eingespart werden kann, entlastet damit das Portemonnaie mehr als je zuvor. Aber was sind überhaupt die größten Stromfresser in den eigenen vier Wänden?

Mit dem Energiemonitor Smappee, so verspricht es der gleichnamige Hersteller aus Belgien, sollen versteckte Kostentreiber aufgespürt werden. Sind die stromintensiven Geräte erst einmal identifiziert, lasse sich mit den richtigen Maßnahmen leicht bares Geld sparen. Klingt gut. So gut, dass es sich lohnt, Smappee zumindest einmal zu testen.

Das Gerät ist leicht, schlicht und schick designt. Laut Hersteller soll es jeder binnen weniger Minuten installieren können. Schritt eins: Smappee-App downloaden. Schritt zwei: Den Energiemonitor mit dem WLAN-Netzwerk verbinden. Schritt drei: Strom abschalten und Smappee ans hauseigne Netz anschließen.

Genau hier wird es für Laien problematisch. Zwar ist die Installationsanleitung gut bebildert, der Erklärtext eingängig verfasst und es gibt sogar mehrere Videos, die bei der Montage helfen. Aber den Sicherungskasten aufzuschrauben und eigenhändig Stromklemmen an isolierten Kabeln zu befestigen, sollte man schon aus versicherungstechnischen Gründen lieber einem  Elektrikermeister überlassen.

Obwohl Smappee das eigentlich für unnötig hält, empfiehlt der Anbieter mittlerweile selbst, die Installation von einem Fachmann durchführen zu lassen. Bevor Geld eingespart wird, entstehen also erst einmal ungeplante Mehrkosten.

Kaum angeschlossen, zeigt Smappee über die Smartphone- beziehungsweise Tablet-App den eigenen Stromverbrauch in Diagrammen und kleiner oder größer werdenden Blasen an. In Echtzeit lässt sich so beobachten, wie der Verbrauch variiert, wenn beispielsweise Fön, Wasserkocher oder Bügeleisen ein- oder ausgeschaltet werden.

Dabei erkennt Smappee die meisten elektrischen Geräte im Haushalt anhand ihrer Energie-Signatur von selbst. Geräte, die nur wenig Strom verbrauchen, wie LED-Lampen werden von Smappee aber meist nicht erfasst.

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Echte Kostentreiber werden schnell entlarvt

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