Smartphone
Apple räumt Datenpanne beim iPhone ein

Das US-Computerkonzern Apple hat sich erstmals ausführlich zu der jüngsten Datenpanne geäußert. Der Konzern erklärte die Gründe der Speicherung von Ortsinformationen und verspricht Abhilfe.
  • 0

DüsseldorfLange hat Apple geschwiegen – nun hat der Konzern eine englischsprachige Pressemitteilung auf seiner Website veröffentlicht. In Form von Fragen und Antworten geht der Konzern auf den von den beiden IT-Spezialisten Alasdair Allan und Pete Warden erhobenen Vorwurf, das iPhone speichere Angaben zu Aufenthaltsorten ohne die Zustimmung des Nutzers, ein, der vergangene Woche für großen Medienwirbel gesorgt hatte.

In der Mitteilung bestreitet Apple, dass direkte Informationen über den Aufenthaltsort gespeichert würden. Vielmehr ginge es darum, den Standort von WLAN-Stationen und Handy-Funkzellen aufzuzeichnen, um „Ihrem iPhone zu helfen schnell und akkurat den momentanen Standort herauszufinden, wenn er benötigt wird“. Allerdings lässt sich auch mit diesen Daten ein Bewegungsprofil erstellen, wie Allan und Warden gezeigt hatten. Einige iPhone-Apps fragen mit Erlaubnis des Nutzers den aktuellen Standort ab, um sogenannte Location Based Service zu bieten – also Informationen, die vom jeweiligen Aufenthaltsort abhängen.

Apple unterstreicht nachdrücklich, dass das Unternehmen die Daten nicht einem einzelnen Kunden zuordnen kann. „Die Daten werden an Apple anonymisiert und verschlüsselt gesendet. Apple kann die Quelle der Datenübersendung nicht feststellen“, so die Kalifornier. Kritisiert hatten IT-Experten jedoch, dass auch Fremde die Datei consolidated.db mit entsprechenden Fachkenntnissen und Zugriff auf iPhone oder die entsprechende iTunes-Datenbank auf PC oder Mac auslesen konnten. Mit dem kommenden Software-Update von iOS sollen diese Daten verschlüsselt gespeichert werden.

Dass das Vorzeigemodell so viele Informationen auch über Jahre hinaus archiviert, liegt laut Apple an einem Software-Problem. „Der Grund, warum das iPhone so viele Daten speichert ist ein Fehler, den wir entdeckt haben und bald beheben werden“, so Apple in der Mitteilung. Ebenfalls als Software-Fehler bezeichnet Apple die Tatsache, dass die Daten selbst dann aufgezeichnet werden, wenn die Funktion zur Lokalisierungs-Funktion deaktiviert wurde.

Kommentare zu " Smartphone: Apple räumt Datenpanne beim iPhone ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%