Smartphone-Klang verbessern Schluss mit dem Geplärre

Smartphones haben den MP3-Player längst verdrängt. Denn man hat sie fast immer dabei und kann nicht nur Offline-Musik hören, sondern auch Songs übers Netz streamen. In Sachen Klang ist aber noch viel Platz nach oben.
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  • dpa
Längst haben Smartphones den MP3-Player abgelöst.
Musik vom Smartphone

Längst haben Smartphones den MP3-Player abgelöst.

Allzu hohe Ansprüche darf man an die Klangwiedergabe von Smartphones nicht stellen, sagt Daniel Beer vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie. „Die Audioqualität reicht noch nicht an die eines einfachen Hi-Fi-Lautsprechers heran: Es wird nicht der erforderliche Frequenzumfang abgedeckt, es fehlen die tiefen und die hohen Töne.”

Typische Smartphones deckten den Bereich von etwa 500 bis 10 000 Hertz ab. Ein einfacher Hi-Fi-Lautsprecher in Regalbox-Größe besitze hingegen einen Wiedergabebereich von ungefähr 80 bis 20.000 Hertz.

Diese Kopfhörer versprechen kabelloses Glück
Sitzt, passt, wackelt nicht
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Das neue Headset Gear IconX von Samsung kostet 229 Euro und kommt komplett ohne Kabel aus. Was aussieht wie die kleinen Griffe einer Handtasche, dient zur Befestigung in der Ohrmuschel, damit die Kopfhörer auch beim Sport nicht wackeln oder verloren gehen können. In der Mitte befindet sich das Touch-Display, mit dem man per Gesten- und Wischsteuerung durchs Menü navigiert. Die Bedienung ist recht intuitiv und wird zusätzlich noch durch eine Sprachsteuerung unterstützt, die sich bei Bedarf, wenn alle Befehle in Fleisch und Blut übergegangen sind, auch wieder abschalten lässt.

(Quelle: PR Samsung)

Auf den Puls gefühlt
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Gekoppelt mit einem Android-Smartphone kann man mit den kleinen Stöpseln nicht nur kabellos telefonieren und während des Trainings bis zu 1.000 Lieder anhören, sondern auch noch seine sportlichen Aktivitäten aufzeichnen (die Auswertung erfolgt dann über die App “S Health“) und sich über die Sprachausgabe zu Geschwindigkeit, Distanz, Dauer, Puls oder verbrannten Kalorien auf dem Laufenden halten und motivieren lassen. Dabei ist der Schrittzähler bis auf wenige Meter recht genau und das Handy kann bei der Laufrunde im Park zu Hause bleiben.

(Quelle: PR Samsung)

Leistungen aufzeichnen
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Die Pulssensoren sind außen am Gehäuse angebracht und sollten möglichst nicht mit den Fingern berührt werden. Fortschritte und Statistiken können dann nach dem Training in der S Health App eingesehen und überwacht werden. Wer sein Smartphone beim Training gekoppelt hat und es mit sich trägt, kann die Puls-Werte auch live betrachten. Im Test schien der Wert etwas zu hoch im Vergleich mit einem regulären Brustgurt. Wer eine EKG-genaue Überwachung möchte, weil er sein Training per Herzfrequenz-Vorgaben steuern, wird damit nicht zufrieden sein.

(Quelle: PR Samsung)

Power aus der Ladeschale
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Aufgeladen werden die Gear IconX über die mitgelieferte Ladeschale, die wiederum per Micro-USB entweder an die Steckdose oder an den Laptop angeschlossen wird. Mit ihr lassen sich die Kopfhörer zweimal wieder voll aufladen, bevor sie selbst wieder an die Steckdose geklemmt werden muss.

(Quelle: PR Samsung)

Passt gut in die Hosentasche
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Der Akku reicht für rund 1,5 Stunden Musik-Streaming per Bluetooth vom Smartphone oder drei Stunden bei der Musikwiedergabe vom integrierten Speicher (4 GB). Auf der Schale befinden sich vorne zwei kleine LED-Lämpchen, die rot leuchten, wenn die Kopfhörer leer sind und grün, wenn es endlich losgehen kann.

(Quelle: PR Samsung)

Musikgenuss ohne gekoppeltes Handy
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Wer Musik hören möchte, ohne das Smartphone in der Tasche mit herumtragen zu müssen, braucht zusätzlich noch die kostenlose Software „Gear IconX Manager“ für den PC. Sind die Kopfhörer per Kabel mit dem Rechner verbunden, lassen sich dann Dateien in diversen Formaten (MP3, M4A, AAC, WAV und WMA-Version 9) einfach per Drag and Drop übertragen.

(Quelle: PR Samsung)

Die App zum Headset
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Sowohl über die App „Samsung Gear“ als auch über den „Gear IconX Manager“ lässt sich allerlei mit den Liedern auf den Kopfhörern anstellen. Sie können eine eigene Reihenfolge der Titel erstellen, die Zufallswiedergabe aktivieren, einzelne Titel wieder löschen et cetera et etera - und soweit ist das nichts wirklich Besonderes. Einzig die Tatsache, dass man sich neben der Musik auch noch Umgebungsgeräusche ins Gehör spielen kann, finde ich positiv. Gerade wenn man draußen Sport treibt, ein durchaus wichtiger Aspekt, wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr geht.

(Quelle: PR Samsung)

Ein Problem stellt Beer zufolge der geringe Einbauraum in Smartphones dar. Die maximal erzielbare Lautstärke der Handy-Lautsprecher sei zudem nicht ausreichend und gleichzeitig mit unangemessen hohen Verzerrungen verbunden. Dies mache sich in Form eines „plärrigen” Klangs bemerkbar.

Der Grund dafür liegt in der geringen Luftmenge, die eine kleine Membran verschieben kann, erklärt der Experte für Lautsprechertechnologien und Audioqualitätsmessung. Ein weiterer Schwachpunkt beim Smartphone-Sound sei das fehlende Auflösungsvermögen - sowohl tonal als auch in der Dynamik.

„Für die Elektronik stellt insbesondere der Batteriebetrieb eine Herausforderung dar”, sagt Beer. „Dementsprechend sind die erzielbaren Vorverstärkerpegel im Allgemeinen geringer und mit weniger Reserven für kurzzeitige Signalspitzen als bei Hi-Fi-Komponenten versehen.”

Handy-Verstärkerstufen werden deshalb häufig am Leistungslimit betrieben. Schutzmechanismen begrenzen zudem oft den maximalen Ausgangspegel, was wiederum zu Verzerrungen führt.

Trotzdem habe sich die Klangqualität der Smartphone-Lautsprecher in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, sagt der Fraunhofer-Experte. Für die räumliche Darstellung, also das Abbilden einer Stereo- oder sogar Surround-Szene, seien nahezu alle aktuellen Smartphones mit mehreren Lautsprechern ausgestattet. Gegenüber der bisherigen monophonen Wiedergabe lassen sich so deutliche Unterschiede erzielen.

„Allerdings setzt die geringe räumliche Trennung der Lautsprecher im Smartphone deutliche Grenzen”, erläutert Beer. „Das typische Stereodreieck der Lautsprecherplatzierung eines Hi-Fi-Systems ist nicht erreichbar und damit auch die originale stereophone Räumlichkeit nicht wiedergebbar.”

Aufpeppen über Equalizer
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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

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