Smartphone LG G Flex 2 im Test
„Warum ist das gebogen?“

Nein, Sie haben keinen Knick in der Optik: Das LG G Flex 2 hat tatsächlich einen gebogenen Bildschirm. Das soll Sprach- und Bildqualität verbessern. Aber ist so ein besonderes Design einen Aufpreis wert?
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Es sind schon interessante Reaktionen, die das LG G Flex 2 hervorruft: Smartphone-Fans wollen es gleich in die Hand nehmen und austesten („Ist das das neue G Flex?“), Witzbolde spielen auf #BendGate an („Na, hast du auch dein iPhone verbogen?“) und wieder andere können mit diesen High-End-Geräten gar nichts anfangen („Das Nokia 3310 war sowieso das Beste“). Die meisten jedoch fragen sich nur: „Warum ist das gebogen?“

LG gibt darauf die gleichen Antworten wie beim ersten Modell. Erstens: Es soll sich an die Rundungen deines Körpers anpassen. Reaktion einer Freundin: „Dafür braucht man aber einen Knackarsch.“ Zweitens: Es soll die Sprachqualität verbessern. Reaktion eines Technikliebhabers: „Wirklich? Sprachqualität hat doch viel mehr mit Empfang und Mikrofon zu tun.“ Drittens: Im Querformat soll es die Wirkung eines Imax-Kino entfalten. Reaktion eines Cineasten: „Dafür ist der Monitor doch viel zu klein.“

Alle Probanden nahmen es jedoch interessiert in die Hand. Das LG G Flex 2 erfüllt damit eine Funktion, die zwar nicht offiziell kommuniziert wird, die aber für einige Handynutzer sicher ein Kaufgrund ist: Es erzeugt Aufmerksamkeit.

Doch es wäre unfair, hinter dem Design eine reine PR-Aktion zu vermuten: Das Smartphone ist mit 5,5 Zoll und 152 Gramm kleiner und leichter als das 6 Zoll und 177 Gramm fassende Vorgänger-Modell und liegt durch die Biegung angenehm in der Hand. Abgespeckt wurde jedoch beim Akku: Statt 3.500 mAh beträgt die maximale Ladung nur noch 3.000 mAh. Der Akku hält bei gelegentlichem Surfen und Nachrichtenschreiben etwas mehr als 24 Stunden.

Sonst hat LG kräftig nachgebessert: Der Bildschirm bietet – im Gegensatz zum Vorgänger – mit Full-HD eine scharfe Auflösung, die Kamera macht gute Bilder, der Sound klingt laut und voll und auch beim Telefonieren versteht man jedes Wort. Das muss aber nicht am gebogenen Display liegen.

Auf den ersten Blick wirkt das Smartphone edel und stabil: Es lässt sich zwar mit Gewalt biegen, formt sich dann aber wieder in seine Ursprungs-Zustand zurück. Ganz Flex eben. Allerdings besteht die rückseitige Abdeckung aus Plastik und fühlt sich billig an. Dafür lässt sie wie auch beim Vorgängermodell kleine Kratzer von selbst verschwinden – zum Beispiel die leichten Schrammen von Schlüsseln. Ein Ritz per Nagelschere ist jedoch zu viel für die Selbstheilungskräfte. Und was dieser Youtuber ausprobiert hat, tut einem selbst beim Zugucken weh:

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Welche Gimmicks die Bedienung erleichtern

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