Smartphones
HTC präsentiert neues Google-Handy

HTC hat sein drittes Google-Handy vorgestellt. Vor allem zwei Dinge zeichnen es aus: Da ist die neue, elegante und web-affine Nutzeroberfläche - und das leicht hausbackene Design, das aussieht, als ob man ein Google G1 unter einem LKW plattgewalzt hätte.

DÜSSELDORF. Das „Hero“ soll noch im Juli bei T-Mobile und E-Plus im Angebot sein, ohne Vertrag wird es dann um 500 Euro kosten. Der jüngste Mitstreiter im heißen Smartphone-Sommer 2009 wartet mit einem 3,2-Zoll-Multitouch-Bildschirm mit 320 x 480 Bildpunkten auf sowie einer 5-Megapixel-Autofokuskamera. Es gibt GPS, Wlan, Bluetooth und UMTS-Datenfunk. Das Gewicht wird mit 135 Gramm einschließlich 1350 mAh-Akku angegeben. Eine physikalische Tastatur gibt es nicht, die Steuerung erfolgt über Bildschirm, Trackball und Funktionstasten.

Endlich gibt es auch einen einfachen 3,5mm-Stecker für den Kopfhöreranschluss. Frühere HTC-Geräte verlangten immer nach einer Kopfhörerverbindung per USB-Systemstecker. Wie beim G1 ist die Gehäuseunterseite mit den sechs mechanischen Funktionstasten leicht nach vorne abgewinkelt. Das Modell in weiß ist mit Teflon beschichtet, was ein unschönes Vergilben des Gehäuses im Laufe der Jahre verhindern soll. Als zweites Gerät nach dem iPhone 3G S wird das Hero über einen digitalen Kompass verfügen.

Während die ersten Google-Handys für T-Mobile respektive Vodafone noch eine identische Android-Bedienoberfläche aufwiesen, geht HTC nun auch hier eigene Wege. Die TouchFlo-Technologie des HTC Diamond hatte seinerzeit bereits Windows-Mobile-Geräten zu einem unverwechselbaren und zeitgemäßen Aussehen verholfen, jetzt stand sie Pate für die Weiterentwicklung „Sense“. In ihr soll die Entwicklung der Windows- und Android-Geräte später auch zusammenlaufen, mit großen und übersichtlichen Bedienelementen und optimiert auf ständige Internet-Anbindung.

Die spezielle Suchtaste auf der Gerätevorderseite erlaubt – wie beim iPhone 3G S und dem Palm Pre auch – eine Kontextsuche im gesamten Gerätespeicher, Adressen, Kalender, E-Mails oder Chat-Historie mit nur einem Suchwort. Die Suche kann dann auch auf das Web ausgedehnt werden.

Die neue Nutzeroberfläche dreht sich um Personalisierung über verschiedene Nutzerprofile und Zusatzprogramme („Widgets“) sowie leichte Verbindung zu den engsten Kontakten. Das intelligente Adressbuch des Hero erinnert an den Palm Pre, auch hier werden alle Kommunikationskanäle wie Telefonanrufe, Emails, SMS, Fotos – etwa aus Flickr - oder Status-Updates aus sozialen Netzwerken in einer einheitlichen Ansicht zusammengefasst. Das Hero kann, wie die anderen Google-Handys, auf den Android-Softwaremarkt zugreifen. Viele Videofreunde wird noch ein weiteres Detail erfreuen: Das Hero wird als erstes Android-Gerät den Adobe-Flash-Player unterstützen. Adobe Flash ist immer noch eines der am weitesten verbreiteten Videoformate im Web,

Ein ausführlichen Video-Test des Hero wird an dieser Stelle noch folgen. Der Google-Neuling wird bei seinem Verkaufsstart auf starke Gegner treffen, Anfang Juli kommt Nokias Top-Modell N97 in die Läden, Apples iPhone 3G S ist bereits da, ebenso wie das Samsung i8910 HD mit Symbian-Betriebssystem und 3,7-Zoll-Display. Einzig ein Starttermin für das Palm Pre in Europa steht noch in den Sternen.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%