So schützen sich deutsche Unternehmen vor dem Datenklau: Fotohandys unter Spionageverdacht

So schützen sich deutsche Unternehmen vor dem Datenklau
Fotohandys unter Spionageverdacht

Vier von fünf Deutschen werden nach einer Studie des IT-Beratungsunternehmens Gartner 2006 ein Mobiltelefon mit integrierter Kamera haben. Auf dem Vormarsch sind auch andere kleine High Tech Geräte mit enormen Speicherkapazitäten. Industriespionage wird so für jeden Mitarbeiter ein Leichtes. Auch die Intimssphäre von Vorgesetzten und Kollegen steht auf dem Spiel.

take/HB DÜSSELDORF. Auf vielen Werksgeländen sind die Fotohandys mit integrierter Kamera bereits verboten oder nur eingeschränkt erlaubt. Ein generelles Verbot sei jedoch kurzsichtig und schwer durchzusetzen, warnen die Experten von Gartner. "Die meisten Unternehmen haben nicht die finanziellen Mittel und ausreichend Personal, um ein generelles Verbot aufrechtzuerhalten", sagt Ken Dulaney, Forschungsleiter bei Gartner. Stattdessen sollten Unternehmen spezielle Sicherheitszonen einrichten. Für alle anderen Arbeitsbereiche empfiehlt der IT-Spezialist, Vereinbarungen mit den Mitarbeitern zu finden.

"Richtlinien sind auch deshalb effektiver als generelle Fotohandy-Verbote, weil nicht nur das Fotografieren ein Sicherheitsrisiko darstellt", sagt Carolina Milanesi, Analystin bei Gartner, "viele Mobiltelefone können auch Stimmen aufzeichnen".

Ein noch viel größeres Spionage-Potenzial als Mobiltelefone bieten die neuen mobilen und leistungsstarken Speichermedien wie USB-Sticks und DVD-Brenner. Riesige Datenmengen können so minutenschnell aus Netzwerken gezogen werden. "Unternehmen sollten ihre Sicherheitspolitik grundsätzlich überdenken", rät Dulaney.

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