Softwaretipp
Digitale Fogografierkunst

Digital zu fotografieren hat eine Menge Vorteile. Der zweifellos größte Pluspunkt ist die Möglichkeit, die Aufnahmen im Computer bearbeiten zu können. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme, ob kostenlos oder kostenpflichtig, bieten hier mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten.

DÜSSELDORF. Wer ein Bildbearbeitungsprogramm besitzt, kann ganz einfach per Mausklick Schärfe nachziehen oder Kontrast, Helligkeit und Farbintensität nachbessern.

Was für Laien reicht, stellt jedoch Profis und engagierte Hobbyfotografen nicht zufrieden. Sie wollen selbst kleinste Details im Bild optimieren oder technische Rahmendaten ändern können, um beste Ergebnisse zu erzielen. Das geht aber nur, wenn die Kamera die Aufnahmen nicht im JPG-Format speichert, denn bei dem komprimierten Datenformat gehen immer Bildinformationen verloren.

Deshalb bieten digitale Spiegelreflexkameras sowie manche hochwertige digitale Kompaktkameras die Möglichkeit, Fotos in einem Spezialformat auf der Speicherkarte abzulegen, das sich „RAW“ nennt – zu Deutsch: roh. Das Format speichert die Daten unkomprimiert, dadurch lassen sich die Bilder ungleich besser am Computer nachbearbeiten. Der Weißabgleich beispielsweise erfolgt nicht zum Zeitpunkt der Aufnahme, wie sonst üblich, sondern kann später jederzeit erledigt werden. Ein echter Pluspunkt, da die Automatik vieler Kameras einen ungünstigen Weißabgleich wählt. Ähnliches gilt für Farbsättigung, Kontrast und Schärfung.

Ein Problem gibt es allerdings: Die Bilddateien von RAW-Fotos werden viel größer als JPG-Bilder, außerdem verwendet jeder Kamerahersteller ein eigenes Format. Deshalb sind Spezialprogramme nötig, um RAW-Fotos bearbeiten zu können. Meist legen die Kamerahersteller ihren Kameras entsprechende Programme bei, die rudimentäre Funktionen zur Betrachtung und Bearbeitung der RAW-Fotos bieten. Wer mehr will, muss zu einer meist teuren Spezialsoftware greifen.

Eine Art Rolls-Royce in Sachen Bildbearbeitung ist die Software „Optics Pro“ der französischen Softwarefirma DO Labs, die kürzlich in der neuen Version 4.2 auf den Markt gekommen ist. Schon bei der Installation der Software gibt der Benutzer an, mit welcher Kamera er fotografiert und welche Objektive zum Einsatz kommen. Aus gutem Grund, denn das Programm kennt die Eigenheiten aller führenden Kameras und Objektive. Das erweist sich bei der Bildbearbeitung als äußerst nützlich, da sich so jederzeit kleinere Fehler oder Ungenauigkeiten perfekt korrigieren lassen.

„Optics Pro“ korrigiert zudem auf Knopfdruck Verzeichnungen, Unschärfen oder Farbsäume. Der Benutzer kann alles bis ins Detail einstellen. In einer Vorschau ist zu sehen, welchen Effekt die gewählten Einstellungen haben. Das Programm nutzt die im Foto hinterlegten Hintergrundinformationen, etwa über Belichtungszeit, Brennweite oder Blende, um die Bilder technisch zu begutachten und zu korrigieren. Ein aufgrund unzureichender Lichtverhältnisse stark rauschendes Bild kann die Software so in Sekunden nachbessern. Hauttöne erscheinen danach deutlich natürlicher.

Fazit: Die je nach Ausstattung zwischen 65 und 250 Euro teure Software leistet erstaunliches. Davon kann sich jeder überzeugen, denn es gibt eine Demoversion, die 30 Tage lang kostenlos genutzt werden kann.

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