Sony Ericsson erhöht Branchenprognose
Neue Mobiltelefone heizen den Markt an

Der japanisch-schwedische Handy-Hersteller Sony Ericsson hat am Montag die Schätzungen für die Mobilfunkbranche für das laufende Jahr angehoben. Und trotz eines dramatischen Einbruchs im ersten Quartal will Sony Ericsson selber das Branchenwachstum noch übertreffen.

HB/hst/pos STOCKHOLM. Jan Wareby, Vice-President bei Sony Ericsson, sagte anlässlich der Vorstellung neuer Geräte in Singapur, der Konzern rechne weltweit für 2005 mit 720 Millionen verkauften Mobiltelefonen statt zuvor rund 680 Millionen. Sein Ziel sei es, das prognostizierte Marktwachstum von 15 Prozent zu übertreffen. „Das Wachstum in Schwellenländern wie Russland, Indien und Brasilien ist stärker als erwartet“, sagte Wareby.

Sony Ericsson stellte am Montag vier neue Mobiltelefone vor, die dem Geschäft weiteren Schwung geben sollen. „Wir erweitern unser Angebot im Niedrigpreis- und mittleren Segment“, sagte Produktchef Per Alksten.

Sony Ericsson präsentierte unter anderem das Einstiegsmodell J210, das im dritten Quartal auf den Markt kommen soll, sowie ein Multimediatelefon für den UMTS-Markt, das K608i. Mit dem S600 steigt das Gemeinschaftsunternehmen in den Markt für Spielehandys ein. Das S600 soll zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen und kann – ähnlich wie das 2003 vorgestellte N-Gage des Marktführers Nokia – auch horizontal gehalten und wie eine Spielekonsole bedient werden. Erstmals will Sony Ericsson auch in den Markt für Laptop-UMTS-Karten einsteigen.

Mit einem ganzen Schwung neuer Mobiltelefone bereitet sich auch Nokia auf einen heißen Sommer vor. Die Finnen stellten gestern in Stockholm sieben neue Geräte vor, darunter das Nokia 6280, das laut Frank Vium, Produktmanager bei Nokia Deutschland, den UMTS-Massenmarkt für den Konzern erschließen soll. Das Gerät zielt zudem direkt gegen das neue K608 von Sony Ericsson. Das Nokia 6280 soll zum niedrigen Preis von rund 375 Euro auf den Markt kommen.

Die Aufrüstung des Nokia-Produktportfolios, die auch auf den US-Markt zielt, ist ein guter Schritt, urteilt Carolina Milanesi vom Marktforscher Gartner. Nokia habe eindeutig ein reichhaltigeres Produktportfolio für diesen Markt gebraucht. Die Analystin verweist darauf, dass die Produkte rechtzeitig kommen im Hinblick auf die Verkaufssaison vor Weihnachten.

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