Start für UMTS-Handys bleibt unklar
Vodafone unterzieht UMTS Härtetest

Langsam wird es ernst: Als erster der vier Mobilfunkbetreiber in Deutschland hat der Konzern am Dienstag einen mehrmonatigen bundesweiten UMTS-Test mit Datenkarten gestartet. Teilnehmen dürfen ausgewählte Firmenkunden.

HB DÜSSELDORF. Vor dem kommerziellen Start der neuen Mobilfunkgeneration 2004 will das Unternehmen die UMTS-Karte zur schnellen Datenübertragung mit dem Notebook in der Praxis einem Härtetest unterziehen. Das teilte die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkkonzern am Dienstag in Düsseldorf mit.

Der am Dienstag angelaufene Probebetrieb mit Geschäftskunden bedeutet zugleich die Premiere in Deutschland, wo die dritte Mobilfunkgeneration bislang nur intern von den Anbietern selbst gecheckt wurde. Mehr als 100 Kunden sollen zunächst in den Test einbezogen werden, weitere kämen hinzu. Insgesamt deckt das Vodafone D2-UMTS- Netz mehr als ein Viertel der Bevölkerung ab. In gut 100 deutschen Städten wurden UMTS-Netze aufgebaut. Zeitgleich startet Vodafone auch in Italien einen Testlauf mit den UMTS-Datenkarten.

Vodafone wird die Steckkarte den Nutzern in beiden Ländern bis Ende Februar 2004 zur Verfügung stellen. „Unsere Kunden haben erstmals die Möglichkeit, Erfahrungen mit unserem leistungsstarken UMTS-Netz zu sammeln“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski. Sie können damit am Laptop Daten mit bis zu 384 Kilobit pro Sekunde empfangen, das ist 6-fache ISDN- oder halbe DSL-Geschwindigkeit. Hierzu müssen sie auf ihren tragbaren PC eine entsprechende Software installieren. Die Datenkarte, die über eine SIM-Karte verfügt und mit einem Sender ausgestattet ist, wird dann in eine der vorgesehenen Steckleisten (PCMCIA-Port) geschoben.

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