Start-Up
Handy-TV für die Generation Youtube

Eine ausgereifte Technik und eine simple Bedienung – das Handy-TV-Angebot des Berliner Start-Ups Mando-TV will den Nischenmarkt des Handy-Fernsehens beleben. Dabei setzt der neue Anbieter nicht nur auf das herkömmliche Fernsehprinzip: Nutzer können sich ihr Fernsehprogramm für unterwegs selbst zusammenstellen.

DÜSSELDORF. Es ist durchaus ein mutiges Unterfangen, das sich Dirk Kamrad und Michael Merz vorgenommen haben. Die beiden Gründer des Berliner Start-up-Unternehmens Mando-TV gehen heute unter dem Namen Dailyme-TV mit ihrem Handy-TV-Angebot auf Sendung – und wagen sich damit auf einen noch recht kleinen Markt, auf dem sich allerdings mit Vodafone und der Deutschen Telekom schon ungleich größere Anbieter tummeln. Im Juni will zudem mit Mobile 3.0 ein weiterer Konkurrent an den Start gehen, hinter dem finanzstarke Konzerne wie Naspers, Burda und Holtzbrinck („Handelsblatt“) stehen.

So aussichtslos, wie das Unterfangen auf den ersten Blick erscheint, ist es aber nicht. Dailyme-TV offeriert etwas, das die anderen so nicht bieten: eine Art Handy-TV-Flatrate à la carte. Die Nutzer können sich das Programm nach ihrem eigenen Geschmack zusammenstellen, die jeweils neueste Folge der Sendung wird dann automatisch auf das Gerät geschickt.

Die anderen Anbieter setzen dagegen auf das herkömmliche Fernsehprinzip: Sie strahlen diverse Programme parallel aus, die Zuschauer schalten sich durch die gerade laufenden Sendungen, bis sie etwas Interessantes finden. Besonders jüngere Nutzer, die „Generation Youtube“, sind aber nur noch bedingt dazu bereit, sich vorgegebene Inhalte servieren zu lassen. Auf diese Zielgruppe setzt Dailyme-TV und bietet eine Mischung aus Fernseh- und Internet-Formaten. „Heute muss man einen solchen Mix anbieten, um die Leute zu ködern“, sagt Kamrad.

Verglichen mit der Konkurrenz ist die Auswahl an bekannten Sendungen auf der Plattform zum Start allerdings noch ziemlich bescheiden. Pro Sieben, Sat 1 und MTV sind mit einigen Formaten vertreten, dazu kommen viele Internet-Angebote wie der beliebte „Ehrensenf“-Podcast. „Wir werden die Auswahl etwa an Sport und Nachrichten in den nächsten Wochen deutlich ausbauen“, verspricht Kamrad aber. Zusätzlich will er zahlreiche Nischen-Sendungen in das Programm integrieren. Für sich genommen interessierten diese zwar nur wenige Zuschauer, in der Summe könnten sie aber viele Nutzer ansprechen, hofft Kamrad.

Die Technik von Dailyme-TV ist schon recht ausgereift und einfach zu bedienen. Die Nutzer registrieren sich auf der Internet-Seite und erhalten daraufhin per SMS einen Link auf ihr Handy, mit dem die Software zum Abspielen der Sendungen installiert wird. Anschließend können sie die gewünschten Sendungen bequem auf der Homepage zusammenstellen und mit einem Mausklick aufs Handy schicken.

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