Start-up Simsa
SMS für Fortgeschrittene

Das Telekommunikationsunternehmen Simsa hilft mit seinem neuen SMS-Dienst Geschäfts- und Privatleuten dabei, unvorhergesehene Situationen, Notfälle oder einfach nur Projekte im Arbeitsalltag zu organisieren. Besonders die Geschäftskunden rücken ins Visier der Gründer.
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DÜSSELDORF. Wer unterwegs ist und gleich mehrere Leute schnell erreichen muss, der gehört zur Zielgruppe des Start-ups Simsa. Das Telekommunikationsunternehmen aus Berlin ermöglicht es, Gruppen-SMS über eine Telefonnummer und ohne eigene Software zu verschicken. Ist ein Verteiler für eine Gruppe eingerichtet, wird diesem eine Telefonnummer zugewiesen. Wer sie wählt, schickt gleich mehreren Adressaten seine SMS und muss nicht mehr mühsam alle nacheinander anschreiben, erläutert Simsa-Gründer Christian Bendlin. Weiterer Vorteil: Antwortet einer der Empfänger, können alle anderen mitlesen.

Hilfreich ist das etwa, wenn eine Mutter im Stau steckt und es nicht rechtzeitig schafft, ihr Kind vom Kindergarten abzuholen. Sie kann auf einen Schlag mehrere andere Mütter fragen, ob eine davon ihr Kind mitnimmt. Im Geschäftsleben profitieren Handwerksbetriebe, die ihre Mitarbeiter auf Montageeinsätzen koordinieren. Ein anderes Beispiel sind Vereine, etwa wenn ein Trainer sein Team benachrichtigen muss, weil der Spieltermin verlegt wurde. Oder wenn ein Mitglied eines Klettervereins einen zweiten Mann fürs Training sucht.

Wie IT-Dienstleister Christian Bendlin – er gründete Simsa zusammen mit seinem Bruder Kurt – auf die Idee für das Start-up kam? Für ihn gab es zwei Anlässe: Ein Auslöser war die Alarmanlage seiner Bürogemeinschaft. Wer als Letzter das Büro verließ, schaltete sie scharf. Als sie sich noch zu dritt die Räume teilten, konnte man den beiden anderen rasch eine SMS schreiben. Aber als sechs Kollegen im Betrieb waren, wurde es unübersichtlich.

„Ständig wurde einer nicht informiert“, erinnert sich Bendlin. Das war aber genau derjenige, der später nochmal ins Büro musste. Immer wieder habe ihn die Alarmanlage übers Handy geweckt: „Laufend stand ich mitten in der Nacht senkrecht im Bett.“ Also musste die Benachrichtigung automatisch erfolgen.

Zur gleichen Zeit arbeiteten Christian Bendlin und sein 26-jähriger Bruder Kurt an einer Familien-Plattform. Für diese sollte es einen SMS-Verteiler geben, der bei der Organisation des Alltags hilft. Bendlin: „Alle Lösungen auf dem Markt waren zu kompliziert. Mit Shortcode-Nummern, Keywords oder zusätzlicher Software.“ Also kamen die beiden auf die Idee, SMS-Gruppen mit einer Rufnummer zu versehen, die nur im Handy-Telefonbuch gespeichert werden muss.

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