Studie zur Entstehung von Hirntumoren: Kein Hinweis auf krebserregende Handy-Strahlung

Studie zur Entstehung von Hirntumoren
Kein Hinweis auf krebserregende Handy-Strahlung

Im Oktober 2000 startete das zur Zeit größte Forschungsvorhaben zur Aufklärung der Entstehung von Hirntumoren. Einer deutsch-dänischen Studie zufolge haben Handy-Nutzer kein gesteigertes Risiko für gutartige Tumore am Hörnerv.

HB KOPENHAGEN. Wie die Kopenhagener Gesellschaft zur Krebsbekämpfung am Mittwoch mitteilte, wurden 106 an dem so genannten Akustikusneurinom erkrankte Menschen über zwei Jahre beobachtet und nach ihrer Nutzung von Mobiltelefonen befragt. Es sei auch beim Vergleich mit der doppelten Anzahl gesunder Menschen kein gesteigertes Krankheitsrisiko festzustellen gewesen. An der Studie war auch ein Team um Joachim Schüz von Universität Mainz beteiligt.

Die zuständige Projektleiterin Helle Collatz Christensen erklärte, man habe die Geschwulst in den Hörnerven untersucht, weil sie in unmittelbarer Nähe des Handys entstehe und somit kräftigen Radiowellen ausgesetzt sei. Bei aller Vorsicht wegen der niedrigen Zahl untersuchter Personen und des stark eingegrenzten Untersuchungszieles vermute man, dass Mobilfunk nicht Auslöser für die Erkrankung ist.

Das dänische Forschungsprojekt ist Teil der groß angelegten und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierten „Interphone“- Studie zur Ursachenfindung bei Gehirntumoren mit mehr als 10 000 Menschen. Die dänische Teilstudie wurde im „American Journal of Epidemiology“ (Bd. 159, Nr. 3) veröffentlicht.

Informationen zur Interphone-Studie: www.dkfz-heidelberg.de

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