Studie zur Mediennutzung von Kindern
Über eine Million Kinder haben eigenes Handy

Mehr als eine Million Kinder in Deutschland haben ein eigenes Mobiltelefon. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung „Kinder und Medien 2002“, das in der neuen Ausgabe der „Media Perspektiven“ veröffentlicht wurde.

HB/dpa HAMBURG. Danach stieg der Anteil der 6- bis 13-Jährigen mit eigenem Handy von 2000 bis 2002 von sechs auf 16 %. Grundlage der Studie war eine repräsentative Stichprobe der rund sieben Mill. deutschsprachigen Kinder und ihrer „primären Erziehungspersonen“, überwiegend der Mütter.

Von allen Massenmedien ist das Fernsehen für Kinder mit weitem Abstand am bedeutendsten. Es steht nicht nur in praktisch jedem Haushalt mindestens ein Fernseher, sondern die Kinder setzen das Fernsehen auch an die Spitze ihrer täglichen Freizeitaktivitäten. Erst danach folgen „Lernen“, „Draußen spielen“ und „Freunde treffen“.

Auf die Frage, worauf sie am wenigsten verzichten können, Fernsehen, Radio, Computer, Zeitschriften oder Bücher, nannten drei Viertel das Fernsehen. Mit weitem Abstand (11 %) folgte der Computer auf Platz zwei. Bücher belegten mit 6 % den dritten Rang. Nach Schätzung der Mütter verbringen die Kinder im Durchschnitt annähernd die Hälfte der knapp vier Stunden, die sie täglich zur freien Verfügung haben, vor dem Fernseher.

Eine andere Reihenfolge ergab sich jedoch bei der Frage nach den liebsten Freizeitbeschäftigungen: Hier landeten „Freunde treffen“ und „Draußen spielen“ mit jeweils 42 % auf Platz eins. Erst dann folgte „Fernsehen“ mit 39 %. Zwei Jahre vorher hatten nur 40 % „Freunde treffen“ genannt, 35 % „Fernsehen“ und 33 % „Draußen spielen“.

Leicht zugenommen hat von 2000 bis 2002 die Zahl der Kinder mit Computererfahrung: von 60 auf 63 %. Dabei steigt der Anteil mit zunehmendem Alter. Ist es bei den 6- und 7-Jährigen erst gut ein Drittel, so nimmt der Anteil bei den 8- und 9-Jährigen auf die Hälfte zu, bei den 10- und 11-Jährigen auf 74 % und bei den 12- und 13-Jährigen auf 82 %. An der Spitze stehen Computerspiele, ob allein (70 %) oder mit anderen (51 %). Beliebteste Computerspiele sind Strategie- (33 %) und Simulationsspiele (27 %) vor Actionspielen (23 %).

Die wichtigste Rolle bei der Vermittlung von Computerspielen haben mit weitem Abstand die Eltern (70 %). Dies gilt für Mädchen (73 %) noch stärker als für Jungen (67 %). In der Schule haben 13 % der Kinder ihr Einstiegswissen für den Computer vermittelt bekommen.

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