Südkoreaner wollen am Handy-Markt weiter aufholen
Samsung prescht nach vorne

Der finnische Handy-Hersteller Nokia ist unangefochtener Marktführer, Platz zwei belegt mit Abstand Motorola. Weltweit drittgrößter Handy-Hersteller ist Samsung Electronics. Doch das reicht den Südkoreanern nicht, sie wollen 2004 ihren größten Konkurrenten vor allem in Europa und den USA weiter Marktanteile abjagen.

HB SINGAPUR. Im Rahmen einer aggressiven Strategie sollen in diesem Jahr zwölf neue Handy-Modelle auf den Markt kommen, mindestens drei davon mit einer eingebauten Digitalkamera, sagte Samsungs Asien-Chef Kim Kwang Soo am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Samsung gehe davon aus, die Preise für seine weltweit verkauften Handys, die im Schnitt 50 % mehr kosten als die Geräte der Konkurrenz, auf dem bisherigen Niveau halten zu können.

"In ganz Asien werden wir weiterhin den Premium-Markt dominieren und erwarten, unsere im Vergleich zu den Mitbewerbern deutlich höheren Verkaufspreise 2004 beizubehalten", sagte Kim. Positive Impulse für das Geschäft erhofft sich Samsung, der zugleich weltgrößter Hersteller von Speicherchips ist, auch vom Konsumverhalten der Handy-Telefonierer. "Der kürzere Lebenszyklus für Mobiltelefone und das öftere Auswechseln der Handys durch die Nutzer wird die Nachfrage auch beflügeln", fügte Kim hinzu.

Die Südkoreaner haben in den vergangenen drei Jahren ihren Anteil am Handy-Markt bereits mehr als verdoppelt und Siemens und Sony Ericsson von den Plätzen hinter Weltmarktführer Nokia und der Nummer Zwei, dem US-Konzern Motorola, verdrängt. 2003 verkaufte Samsung im seinem Bereich Süd-Asien - Südost-Asien, Indien, Nepal, Sri Lanka und Australien - mit sieben Mill. Handys 75 % mehr als im Vorjahr. Dies machte 12,5 % seines weltweiten Absatzes von 55,6 Mill. Mobiltelefonen aus. 2002 hatte Samsung weltweit 42 Mill. Stück verkauft.

Analyst Nick Ingelbrecht vom Forschungsinstitut Gartner geht davon aus, dass sich Samsung im Lauf des Jahres an die Fersen von Motorola heften wird. Im dritten Quartal 2003 hatte die finnische Nokia 34,2 % des weltweiten Marktanteils, Motorola 14,7 % und Samsung 11,2 %, wie Daten von Gartner zeigten.

Im abgelaufenen vierten Quartal hatte Samsung beim Handy-Absatz seine eigene Prognose von 15 Mill. Handys übertroffen - und verkaufte 15,5 Millionen. Für 2004 peilt das Unternehmen einen Absatz von 65 Mill. Handys an und damit die Steigerung seines weltweiten Marktanteils auf rund 13 %.

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