Superfish
Lenovo lieferte Tablets mit Schadsoftware aus

Lenovo öffne Hackern Tür und Tor, kritisieren Experten. Denn der Computerhersteller hatte ein besonders aggressives Programm auf einigen seiner Rechner vorinstalliert. Die Superfish-Software wird als Albtraum bezeichnet.
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BerlinDer Computerhersteller Lenovo hat ein besonders aggressives Programm auf einigen seiner Rechner vorinstalliert. Die Software namens Superfish zeigt zusätzliche Werbung beim Internetsurfen an. Doch das ist Berichten zufolge nicht alles: Die Software schaltet sich demnach auch zwischen sichere Verbindungen ein. Beim Aufruf vermeintlich sicherer Webseiten etwa beim Online-Banking kann sich Superfish einwählen, ohne dass die Nutzer davon etwas mitbekommen. Sicherheitsexperten zeigten sich entsetzt.

Superfish sei ein Albtraum, schrieb Marc Rogers, Sicherheitsfachmann bei dem Web-Dienstleister CloudFlare, auf seinem Blog. Nutzer könnten keiner vermeintlich sicheren Internetverbindung mehr trauen. Lenovo öffne Hackern Tür und Tor, schrieb Rogers. „Sie kompromittieren nicht nur SSL-verschlüsselte Verbindungen, sie tun es auch noch auf die sorgloseste, unsicherste Art, die man sich vorstellen kann.“

Die von der Firma Superfish im kalifornischen Palo Alto entwickelte Software ist spezialisiert auf die Internetsuche per Bilderkennung. Lenovo bestätigte zunächst nur, dass die Software auf den Nutzer zugeschnittene Werbung anzeigt.

Im Januar habe Lenovo aufgehört, die Software auf neuen Modellen vorzuinstallieren, erklärte das Unternehmen. Auf bereits verkauften Rechnern werde Superfish nicht mehr aktiviert. „Lenovo geht allen neuen Bedenken hinsichtlich Superfish genau nach“, erklärte das Unternehmen. Berichten in Nutzerforen zufolge sind die Lenovo-Laptops Y50 und Z40 sowie die Browser Chrome und Internet Explorer betroffen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Lenovo haftbar machen,aber da beißt man sich die Zähne aus

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