Surface

Microsoft-Tablet soll nur 200 Dollar kosten

Greift Microsoft auf das iPad mit einem Kampfpreis an? Ein US-Blog berichtet, das Surface soll für 200 Dollar im Oktober auf den Markt kommen. Das ist deutlich weniger als von Analysten erwartet wurde.
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Nach "Surface" gute Noten für Microsoft

DüsseldorfEin Microsoft-Insider berichtete dem Blog Engadget, dass das Microsoft-Tablet Surface ab dem 26. Oktober dieses Jahres erhältlich sein soll – für einen Kampfpreis von nur 199 Dollar. Der Termin fällt damit wie bereits erwartet auf die Vorstellung von Windows 8 – doch der Preis wäre eine echte Überraschung. Laut einem Bericht der taiwanesischen Zeitung Digitimes sollte die Version mit Windows RT und ARM-Prozessor über 600 Dollar kosten. Auch zahlreiche Analystenschätzungen lagen nach der Präsentation des Tablets im Juli deutlich über 200 Dollar.

Damit wäre der Verkaufspreis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unter den Herstellungskosten von Microsoft – und damit sehr stark subventioniert. Das Tablet würde gegen Amazons Fire und Googles Nexus 7 antreten, die ebenfalls mit dem Kampfpreis von rund 200 Dollar um Marktanteile kämpfen.

Die Fakten zum Microsoft-Tablet
New Surface tablet computers with keyboards are displayed at its unveiling by Microsoft in Los Angeles
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Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick.

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Grundsätzlich kommt das 10,6 Zoll große "Surface" in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Eine für Heimanwender mit ARM Prozessor und in der reinen Tablet-Version des neuen Betriebssystems Windows 8 - RT genannt. Das Modell für professionelle Nutzer ist mit 13,5 Millimeter etwas dicker (einfache Variante: 9,3 Millimeter), hat aber auch einen deutlich leistungsfähigeren i5-Prozessor von Intel und die Pro-Variante von Windows 8. Größtes Plus der Variante mit i5-Prozessor: Auch normale Windows-Software läuft auf dem Gerät.

Microsoft Announces Surface Tablet In Los Angeles
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Ein weiterer Hardware-Unterschied zwischen der RT genannten Einsteiger-Version und dem Pro-Modell sind die Anschlüsse. Das Surface RT muss mit einem USB 2.0-Anschluss und einem MicroSD-Slot auskommen, während das Surface Pro einen Anschluss mit USB 3 und einen microSDXC-Karten-Slot bietet. Einen Mini-Display-Port hat ebenfalls nur das Pro-Modell. Beide Varianten werden mit 32 oder 64 Gigabyte internem Flash-Speicher angeboten.

huGO-BildID: 26837031 Journalists preview Microsoft's new tablet SURFACE during the press conference in Milky Studios on June 18, 2012 in Holl
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Eine Besonderheit gegenüber anderen Tablets, die beide Versionen des Surface haben: Der ausklappbare Ständer. Die 0,7 Millimeter dicke Metallklappe ist mit drei Scharnieren am Body befestigt und soll so laut Microsoft auch auf längere Zeit ausreichend Stabilität bieten.

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Neben zwei Leistungs-Versionen gibt es auch zwei Varianten des Covers. Diese werden ähnlich wie das SmartCover bei Apples iPad magnetisch an dem Tablet befestigt. Doch die Microsoft-Cover sollen nicht nur das Display schützen, sie haben auch beide eine Tastatur integriert. Hier kommt auch der Unterschied: Das drei Millimeter dicke TouchCover (auf dem Bild in pink) hat keine fühlbaren Tasten, sondern reagiert nur auf Druck. Das TypePad (im Bild schwarz) ist mit fünf Millimetern zwar etwas dicker, hat aber im Gegensatz zum TouchCover richtige Tasten, die bis zu 1,5 Millimeter nachgeben.

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Das Gehäuse beider Modelle ist aus einer Magnesium-Legierung, die Microsoft "VaporMg" nennt. Mit einem Gewicht von 676 Gramm liegt die RT-Version auf dem Niveau des iPad 3, das Pro-Modell wiegt mit 903 Gramm deutlich mehr. Allerdings soll sich das Surface Pro auch von seinen Leistungsdaten her gegen die Ultrabooks als gegen das iPad positionieren.

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Zudem lässt sich das Surface Pro auch mit einem Stift bedienen.

Allerdings kann Amazon darauf hoffen, mit dem Verkauf jedes Fires im Folgenden Geld an Inhalten wie E-Books, Musik und Filme Geld zu verdienen, die via Tablet verkauft werden. Microsoft hingegen geht es beim Surface vor allem darum, das eigene Betriebssystem Windows 8 RT im mobilen Bereich zu etablieren. Mit einem zu günstigen Preis könnte Microsoft allerdings Hardware-Partner verschrecken, die ansonsten ebenfalls Tablets für Windows 8 bauen würden.

Das Microsoft-Tablet machte in eienm ersten Kurztests des Handlesblatts eine gute Figur. Allerdings durfte die Tastatur nicht ausprobiert werden. Das Display des Surface ist10,6 Zoll groß. Das Surface wird es in zwei Varianten geben, beide mit dem Betriebssystem Windows 8: Die günstige wird mit einem Prozessor für mobile Geräte ausgeliefert. Auf ihm laufen keine alten Windows-PC-Programme mehr. Der "Surface RT" ist mit nur 9,3 Millimeter schlank und wiegt nur 676 Gramm. Er hat Speicherplatz für 32 oder 64 Gigabyte - genug für Musik und einige Filme.

  • std
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4 Kommentare zu "Surface: Microsoft-Tablet soll nur 200 Dollar kosten"

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  • Natürlich ist der angegebene Preis in USA niedriger.
    Dort werden auch die Steuern und eventuelle Garantieleistungen zum Preis addiert. d.h. die State Tax (für den Bundesstaat) und die Federal Tax (für die USA.
    Wenn man die Kosten für Transport, Versicherung, Rückstellung für Garantie, Handling Kosten und die Steuern rechnet, dann ist das schon stimmig.
    Solche Aussagen sind wie alles in Deutschland immer geprägt vom Unwissen.

  • Wenn das Surface deiner Ansicht nach in den USA so erheblich günstiger zu haben ist, hält dich niemand davon ab, es dir direkt dort zu bestellen. Inklusive Zoll, unter Berücksichtigung des momentan starken Dollars und der in den Preisangaben nicht enthaltenen Mehrwertsteuer wird sich die Ersparnis vermutlich jedoch in Grenzen halten.

  • Na, dann wird das Gerät wohl für 399,- Euro oder einem ähnlichen Phantasiepreis auf den deutschen Markt kommen. Wetten, dass? Es ist schon ein Ärgernis, wie kräftig US-Firmen beim deutschen Konsumenten zulangen. Mit Währungsschwankungen und Steuern ist das nicht zu rechtfertigen.

  • "Das Microsoft-Tablet konnte im ersten Kurztests des Handlesblatts - allerdings durfte die Tastatur nicht ausprobiert werden."


    mh?

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