Surface Pro 3 im Test
Das beste „Ja, aber“-Tablet

In schneller Folge hat sich Microsoft trotz aller Rückschläge bis zur Version 3 seines Tablets Surface durchgehangelt. Einiges an diesem neuen Gerät von Microsoft lässt das iPad ja wirklich blass aussehen. Aber...
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San FranciscoDas muss man Microsoft lassen. Sie geben wirklich nicht auf. In schneller Folge haben sich die Redmonder trotz aller Rückschläge innerhalb von zwei Jahren zur Version 3 ihres Tablets Surface durchgehangelt. Bei jedem Mal wurde es ein Stück besser und kommt immer näher an das heran, was schon die Version eins versprochen und nicht gehalten hat: Das Surface ist das Tablet, das den Laptop ersetzt.

Nach zwei intensiven Wochen mit einem Testgerät lässt sich jetzt sagen: Es hat zwar noch nicht ganz geklappt, aber auf jeden Mal, in dem das Surface versagt hat, kommen zwei Mal, bei dem es geliefert hat. Die Hardware an sich ist dabei längst nicht mehr das Problem. Was da in Redmond erdacht und zusammengebaut wurde, das ist an der Spitze dessen, was man heute als Gerät mit Windows 8 kaufen kann.

Mit 9,1 mm (ohne Tastaturcover) nur unwesentlich dicker als ein iPhone, aus elegantem Magnesium gedrechselt, mit einem scharfen und hochauflösenden 12-Zoll-Bildschirm im Format 3:2 und 2160 x 1440 Bildpunkten. Der lässt das iPad nur noch blass aussehen. Der Lüfter erwies sich im Test als praktisch unhörbar, sehr gut durchdacht.

Sehr schön: die beiden Stereolautsprecher auf der Frontseite. Da macht Musik hören und Filme gucken Spaß. Front- und Rückkamera dürfen natürlich auch nicht fehlen. Beide haben fünf Megapixel und eine gute Performance auch bei schwachem Licht. Respekt!

Die Testversion arbeitet mit einem Intel Core 5-Prozessor, 8 GB Arbeits- und 256 GB Flashspeicher für Daten und Programme. Die schiere Leistung ist einfach umwerfend und ohne jeden Tadel. Microsoft ist es gelungen, in diese 800 Gramm-Flunder einen wirklich kompletten Windows-8-PC hineinzuzwängen.

Websurfen, Apps oder dicke Desktop-Programme, alles wird zügig abgearbeitet. Jetzt per kostenpflichtiger Dockingstation noch ein zweiter Bildschirm angeflanscht und das Surface Pro 3 könnte den Desktop PC ersetzen. Der Bildschirm ist auch über den integrierten mini-Display-Port ansteuerbar, aber das ist eher eine Lösung für zwischendurch. Daneben gibt es einen micro-SD-Card-Slot.

Apropos Dockingstation: Obwohl Platz satt ist im Gehäuse spendiert Microsoft nur einen USB-Port und zum micro-SD-Card-Slot hätte problemlos noch ein normaler SD-Card-Einschub gepasst. Das ist zwar besser als jedes iPad, aber nicht genug, um einen Laptop zu ersetzen. Immerhin behauptet Microsoft vollmundig, dass es das Tablet mit einem Macbook Air aufnehmen kann.

Der Blick fällt dann auf das Netzteil des Surface 3, in dem ein weiterer USB-Port verbaut ist und es keimt Hoffnung auf. Ist das der genial versteckte USB-Hub, mit dem man bequem DVD-Laufwerk, Maus oder sonstiges anschließen kann? Leider nein. Er taugt nur dazu ein Smartphone parallel zu laden. Nett, aber verschenkt.

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